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Kreuzbandriss bei Fabian Lenz

Fabian Lenz
Fabian Lenz © Foto: MZV
Stefan Zwahr / 05.10.2017, 14:17 Uhr
Oranienburg (MOZ) Die Befürchtungen haben sich bestätigt: Fabian Lenz, Routinier des Fußball-Brandenburgligisten Oranienburger FC Eintracht, riss sich am Sonnabend im Spiel gegen den RSV Waltersdorf das vordere Kreuzband. Die Magnetresonanztomographie ergab zudem einen Innenbandriss.

"Ich bin fassungslos", bemerkt Trainer Hans Oertwig und spricht von einem Verlust, der nicht zu kompensieren sei. "In meiner Philosophie war er immer der Sechser. Ich habe noch keine klare Idee, wie ich dieses Problem löse."

Am Sonnabend steht für den Oranienburger FC Eintracht das Landespokal-Achtelfinale beim Ligakontrahenten Ludwigsfelder FC an. "Wir können noch nicht an diese Partie denken. Dafür war die Zeitfolge der Hiobsbotschaften zu kurz. Oertwig spricht damit auf die schwere Verletzung von Alex Popescu an. Der Flügelspieler hatte sich vier Tage vor Lenz ebenfalls das Kreuzband gerissen.

"Das Glück, das wir in dieser Hinsicht haben, ist nicht zu beschreiben", bemerkt Lenz ironisch. In seiner Laufbahn habe er Vergleichbares bei keinem anderen Verein erlebt. "Durch Verletzungen bricht uns fast eine Stammelf weg. Unglaublich." Im Frühjahr hatten sich bereits Normen Guski und Tim Kretschmann das Kreuzband gerissen. Felipe Neves Fraga fehlt aufgrund eines doppelten Schien- und Wadenbeinbruches.

Geht Fabian Lenz als 30-Jähriger gelassener mit der Schockdiagnose um? "Nein. Er ist mental unter dem Boden. Alles andere überspielt er", sagt Oertwig. "Da hat er recht", räumt der Spieler ein. Schon am Sonnabend habe er mit dem Schlimmsten gerechnet. "Es gab wenige Alternativen, die in Frage kam. Nun ist es das Schlimmste, was hätte passieren können, geworden."

Das Kreuzband sei während einer blöden Aktion gerissen. "Ich wollte meinen Körper zwischen den Ball und den Gegner bringen. Dann bekam ich von ihm das Knie in die Kniekehle. Ich habe mir das Knie nicht mal verdreht, es gab nur einen Ruck von hinten."

Die Diagnose sei unfassbar. "Ich spiele nicht erst seit gestern Fußball, aber es ist meine erste richtige Verletzung. Ich hatte immer gehofft, dass ich verschont bleibe. Leider ist es nicht so gekommen." Am Mittwoch war MRT-Termin, tags darauf erfolgte die abschließende Auswertung der Bilder. "Ich versuche, mir so wenige Gedanken wie möglich zu machen", betont Lenz. Er versuche, schon jetzt nach vorn zu blicken. "Ich fokussiere mich auf das Ziel, schnellstmöglich auf den Platz zurückzukehren. Das möchte ich auf jeden Fall noch mal schaffen." Die aktuelle Saison dürfte für den Mittelfeldspieler gelaufen sein. "Mein Arzt spricht von einem Dreivierteljahr. Wenn es gut läuft, bin ich in acht Monaten zurück. Es ist ein weiter Weg. Mal gucken, ob es so einwandfrei läuft, wie ich es mir vorstelle."

Über den Termin seiner Rückkehr mache er sich aber die wenigsten Gedanken. Und auch die Frage, ob er stark genug ist, um die Spiele seines Teams als Zuschauer zu verfolgen, hat Lenz für sich noch nicht beantwortet. "Beim Pokalspiel werde ich die Jungs so gut wie es möglich ist, von außen unterstützen. Mal gucken, wie ich es verarbeiten kann. Ich werde aber alles was machbar ist tun, um die Mannschaft zu unterstützen."

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