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Eine Freiwillige Feuerwehr weniger im Amtsbereich

Brandbekämpfung mittels Hohlstrahlrohr, das den Wasserstrahl auch fein zerstäuben kann.
Brandbekämpfung mittels Hohlstrahlrohr, das den Wasserstrahl auch fein zerstäuben kann. © Foto: Simone Weber
Simone Weber / 05.10.2017, 15:05 Uhr - Aktualisiert 09.10.2017, 15:55
Nennhausen (MOZ) "Die Kameraden der vielen Wehren des Amtes Nennhausen sollen durch so einen gemeinsamen Ausbildungstag von den Erfahrungen der anderen Wehren profitieren. Auch die Zusammenarbeit der Kameraden zwischen den Wehren soll so gefördert werden", so Amtsbrandmeister Holger Püschel. "Zu diesem Ausbildungstag sollen sie auch mit neuer Einsatztechnik vertraut gemacht werden."

Am vorigen Samstag trafen sich 60 Kameraden von elf der 13 Freiwilligen Feuerwehren des Amtsbereichs zur Neuauflage des Ausbildungstags inNach "Retten und Bergen" zur Premiere im vergangenen Jahr stand nun "Brandbekämpfung" im thematischen Mittelpunkt. Mit neuen Atemschutznotfalltaschen stellte Holger Püschel neue Technik für die Kameraden vor. "Hier kommt nur noch eine, statt bisher zwei Pressluftflaschen, zum Einsatz. Diese wiegt, auch durch die Verwendung leichterer Materialien wie Aluminium und Kunststoff, nur noch 17 beziehungsweise zwölf Kilogramm. Zudem verfügt sie über einen zweiten Anschluss, um im Notfall einen weiteren Kameraden mit Luft zu versorgen", wie der Amtsbrandmeister erläuterte. Die Wehr in Nennhausen verfüge schon über diese neuen Atemschutznotfalltaschen. Jedes Jahr erhalte eine weitere Wehr diese neue Technik. Garlitz sei 2018 dran.

Die Brandbekämpfung mit Schaumlöschmittel übten die Kameraden bei Karsten Schmidt von der Feuerwehr in Barnewitz. "Das Hohlstrahlrohr eignet sich gut für den Einsatz bei Wohnungsbränden", so Ausbilder Adrian Huxdorf von der nennhausener Wehr. "Durch die Düsen kann der Wasserstrahl über den Handregler sehr fein verteilt und damit sehr effektiv eingesetzt werden."

An einer weiteren Station war der in den letzten Jahren eingeführte Digitalfunk Ausbildungsthema. An der vierten Station unterstützten drei Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Rathenow mit ihrem Einsatzfahrzeug erstmals den Nennhausener Amtsausbildungstag. "Das Amt Nennhausen verfügt über kein eigenes Einsatzfahrzeug mit Drehleiter. Das sei auch nicht nötig, so der Amtsbrandmeister. "Bei Einsätzen an den wenigen höheren Gebäuden im Amt Nennhausen werden die Kameraden aus Rathenow mit ihrem Drehleitereinsatzfahrzeug grundsätzlich mit alarmiert."

Die Drehleiter kann bis zu 30 Meter ausgefahren werden. Ein Brand kann mit dem Monitorstrahlrohr direkt vom Leiterkorb aus bekämpft werden. Der Einsatz wurde am vierstöckigen DDR-Bau der Nennhausener Grundschule geübt.

Das Amt mit seinen 16 Dörfern verfügte über die letzten Jahre fast in jedem Ort, nur in Bamme und Möthlow nicht, über eine Freiwillige Feuerwehr. Jetzt ist es eine weniger. Die Freiwillige Feuerwehr Buckow, mit zuletzt drei Kameraden, wurde im Frühjahr offiziell aufgelöst. Ein Kamerad wurde in die Garlitzer Wehr übernommen. Die Kameraden aus Damme kooperieren seit einigen Jahren mit der Feuerwehr des NachbarortsDie Dammer verfügen nur über einen alten VW Passat als "Einsatzfahrzeug.

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