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Mann stirbt bei Schönermark

Dauerstress für die Feuerwehrleute: So wie hier unmittelbar am Ortseingang von Blumenow mussten die Einsatzkräfte zahlreiche umgestürzte Bäume von den Straßen räumen.
Dauerstress für die Feuerwehrleute: So wie hier unmittelbar am Ortseingang von Blumenow mussten die Einsatzkräfte zahlreiche umgestürzte Bäume von den Straßen räumen. © Foto: Thomas Pilz/GZ
Thomas Pilz / 05.10.2017, 19:37 Uhr
Gransee (GZ) Tote und Verletzte, Verwüstungen durch umgestürzte Bäume und erhebliche Verkehrseinschränkungen - Sturmtief Xavier hat am Donnerstag starke Schäden hinterlassen.

In Schönermark bei Gransee starb ein Mann in seinem Auto. Laut Polizei wollte er einem umstürzenden Baum ausweichen und fuhr in einen Graben. Der Baum stürzte darauf und erschlug den Mann. Auch in Ostprignitz-Ruppin starb eine Frau auf der L19 zwischen Lindow und Schönberg, als ein Baum auf ihr Auto stürzte. In Löwenberg stürzte ein Baum auf die Kreuzung B96/B167 (Karl-Marx-Platz) und den dortigen Blumenladen. Auch in Löwenberg und Linde fiel der Strom aus. Ein Baum fiel in Zehdenick am Havelschloss auf die Schleusenstraße und blockierte sie. Vor der Sparkasse in Zehdenick stürzte ein großer Ast auf die Straße.

Etwa ab 16.30 Uhr hatte der Sturm zwischen Himmelpfort und Dannenwalde an Stärke dramatisch zugenommen. Binnen weniger Minuten knickten zahlreiche Bäume um, fielen auf die Landesstraße und blockierten den Verkehr. Busse der OVG blieben ebenso stecken, wie Pendler mit ihren Autos, die versuchten, auf Feldwege auszuweichen. Aber es gab kein Entkommen, erst als die Feuerwehrleute mit Motorsägen allmählich die Straße freimachten, während im Hintergrund Äste auf die Straße umstürzten. In zahlreichen Dörfern brach die Stromversorgung zusammen.

Im Stadtgebiet Gransee stürzten Ziegel von Dächern, insbesondere von Häusern an der Koliner und Templiner Straße, und von der Marienkirche, Äste fielen auf die Straße und versperrten den Weg. Von einigen Dächern, auch von der St. Marien-Kirche, kamen die Dachziegel runter. Etliche Plätze rund um den Kirchplatz mussten wegen herabstürzender Äste abgesperrt werden. Knapp einem Baumstamm entging ein dort geparkter schwarzer VW. Weniger Glück hatten Hans-Dieter Zajic und seine Frau. Die Tanne in ihrem Vorgarten hielt dem Wind nicht mehr stand und landete auf ihrem Hausdach in der Koliner Straße. "Die ist aber ganz sacht umgekippt und dann wurde es dunkel", berichtet Untermieterin Christel Weber. "Wir wollten sie eigentlich fällen lassen, hatten uns schon Angebote eingeholt. Das hat sich jetzt erledigt", nahm es der Hausherr gelassen.

Nachbarin Katja Przygoda berichtet von ihrer zweistündigen Heimfahrt über die B96 aus Oranienburg. Wegen eines umgestürzten Baumes sei die Straße gesperrt gewesen. "Rechts und links von mir waren noch mehr Bäume. Ich hatte wirklich Todesangst. So etwas habe ich noch nie erlebt, ich zittere immer noch", sagt sie. Wenige Meter entfernt in der Berliner Straße bietet sich ebenfalls ein Bild der Verwüstung. Neben einem komplett abgeknickten Baum hat Dietmar Siwek bereits die herabgestürzten Äste zusammengesammelt. "Das hier nicht mehr passiert ist, ist ein Wunder."

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