Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Bildungsstandort im Fokus

Geographieunterricht in der 10. Klasse: Die interessenorientierten Angebote an der Europaschule Werneuchen sollen nach den Empfehlungen aus dem Beteiligungsverfahrens ausgebaut werden.
Geographieunterricht in der 10. Klasse: Die interessenorientierten Angebote an der Europaschule Werneuchen sollen nach den Empfehlungen aus dem Beteiligungsverfahrens ausgebaut werden. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Kai-Uwe Krakau / 06.10.2017, 08:55 Uhr - Aktualisiert 06.10.2017, 08:34
Werneuchen (MOZ) In den vergangenen Monaten haben sich Eltern, Schüler, Lehrer und Kommunalpolitiker intensiv mit dem Bildungsstandort Werneuchen beschäftigt. Nun liegen Empfehlungen vor - die Stadtverordneten werden im November entsprechende Beschlüsse fassen.

"Viel Neues hat das Beteiligungsverfahren zwar nicht gebracht", zieht Bürgermeister Burkhard Horn eine erste Bilanz. Dennoch sieht er den Prozess rückblickend durchaus positiv. "Die Schwerpunktsetzung wird sicher in unserer weiteren Arbeit hilfreich sein", betont der Linken-Politiker. So werde sich die Verwaltung beispielsweise mit dem möglichen Ausbau der Grundschule am Rosenpark beschäftigen müssen. Auch die Vernetzung der verschiedenen Akteure habe wichtige Erfahrungen erbracht, auf die man aufbauen könne.

Nach Angaben von Horn wird sich der Ausschuss für Wirtschaft und Soziales bereits am Montag mit dem Thema beschäftigen. Eine Beschlussfassung in der Stadtverordnetenversammlung ist in der November-Sitzung vorgesehen. "Ich gehe davon aus, dass es in absehbarer Zeit kein weiteres Beteiligungsverfahren zum Thema geben wird", sagt der Rathauschef.

Die Stadtverordnetenversammlung hatte im April 2016 beschlossen, den Bildungsstandort Werneuchen auf der Basis einen "beteiligungsorientierten Prozesses" weiterzuentwickeln.In einer Ist-Stand-Analyse wurden zunächst die Stärken und Schwächen herausgearbeitet. Darüber hinaus benannte man die Herausforderungen und die Schwerpunkte für die Weiterentwicklung. Nach einer "Demokratiewerkstatt" mit Schülern im Oktober 2016 folgte wenig später der 1. "Runde Tisch". Ferner gab es eine "Zukunftswerkstatt" mit Klassensprechern sowie Gesprächsrunden mit Kita-Erzieherinnen und Elternvertretern.

Schließlich wurden Empfehlungen für die Weiterentwicklung des Bildungsstandortes in den verschiedenen bildungsbiographischen Stationen von Kindern und Jugendlichen formuliert. Der Prozess, der extern vom Büro kobra.net begleitet und unterstützt wurde, fand seinen Abschluss schließlich kürzlich mit einen 2. "Runden Tisch".

Im Bereich der frühkindlichen Bildung und Betreuung wird unter anderem eine intensivere Zusammenarbeit der Kitas empfohlen. Auch ist eine Standort- und trägerübergreifende gemeinsame Qualifizierung für die Einrichtungen angedacht. Niedrigschwellige Angebote für Eltern sollten ausgeweitet werden. Für die sechs- bis 17-Jährigen wird ein An- beziehungsweise Neubau am Standort der Grundschule am Rosenpark vorgeschlagen. Grund ist das seit Jahren beständige Wachstum der Kommune, das auch in den kommenden Jahren anhalten werde. Dies habe zur Folge, dass die vorhandenen Räume nicht mehr ausreichten, hieß es. Auch die Doppelnutzung mit dem Hort sei problematisch. Dieser benötige für seine offenen und flexibleren Angebote andere Bedingungen als die Grundschule. Das begleitende Büro spricht sich in diesem Zusammenhang für einen "zeitnahen und mutigen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung" aus.

Aber auch die Perspektiven für die Europaschule will man im Blick behalten und mit den Betroffenen diskutieren. Ferner sollen die interessenorientierten Angebote an den Bildungseinrichtungen ausgebaut werden. Dazu gehören unter anderem die Gründung von Schülerfirmen und die Intensivierung von Leseaktivitäten. Bei der offenen Jugendarbeit ist geplant, auch Zugänge zu Kindern und Heranwachsenden zu finden, die bisher noch nicht erreicht werden konnten.

Vorgeschlagen wird abschließend eine geeignete Koordinierungs- und Vernetzungsstruktur für den Bildungsstandort.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG