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Artenschutz durch foliengesicherte Areale auf künftiger Radwegtrasse

Kein Eintritt für Eidechse und Co.

Gabriele Rataj / 06.10.2017, 06:15 Uhr
Gielsdorf (MOZ) Im Herbst noch immer Krötenschutzzäune neben der Chaussee nach Strausberg? Mit den Foliengevierten an der Straße hat es indes eine andere Bewandnis, wie Daniel Kösling von Ökologische Dienste Ortlieb auf MOZ-Nachfrage erklärt. Diese Firma ist von der Stadt zur landschaftspflegerischen Begleitplanung für das Radwegprojekt Gielsdorf-Strausberg hinzugezogen worden.

Dass der künftig 1,6 Kilometer lange und 2,50 Meter breite Radweg notwendig ist, bedarf heute keiner Debatte mehr. Doch er führt dann durch das Landschaftsschutzgebiet Strausberger und Blumenthaler Wald- und Seengebiet. Die Befreiung von Verboten der entsprechenden Rechtsverordnung hat die Untere Naturschutzbehörde erteilt. Auf der Trasse befindliche Populationen von geschützten Arten aber unterliegen dennoch ganz besonderer Beachtung.

So sind gefundene Tiere aus den mit Reptilienschutzzäunen abgesteckten Arealen - unter anderem Zauneidechsen, Waldeidechse, Blindschleiche - nicht nur gezählt und gemeldet, sondern auch gefangen und in einem Umkreis hinter der Absperrung wieder ausgesetzt worden. "Durch das Sperren des Baufeldes soll eine Wiedereinwanderung verhindert werden", sagt Kösling. Das geschehe bis einschließlich Baubeginn. In anderer Weise werden die Maßnahmen zum Erhalt der Populationen während des Baus fortgesetzt.

Die Rostocker Firma, in der Biologen, Ökologen und andere Spezialisten arbeiten, begleitet Projekte in Berlin-Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

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