Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Griebener Baustellenfrust

Die Baken werden nach rechts versetzt: Dadurch soll verhindert werden, dass die Fahrzeuge über die Betonpatten fahren.
Die Baken werden nach rechts versetzt: Dadurch soll verhindert werden, dass die Fahrzeuge über die Betonpatten fahren. © Foto: MZV
Volkmar Ernst / 06.10.2017, 06:15 Uhr
Grieben (GZ) Die Griebener sind geduldige Leute. Doch daran, dass sie sich mit den "unhaltbaren Zuständen" auf der Baustelle an der Ortsdurchfahrt nicht abfinden werden, ließen sie ebenso keinen Zweifel aufkommen.

Notfalls werden wir die Baustelle kurzzeitigen sperren, damit die zuständigen Behörden unseren Protest auch wahrnehmen und reagieren, waren sich die Teilnehmer einig. Fast 20 Griebener hatten sich Donnerstag an den Containern der Baufirmen eingefunden, um während der Baubesprechung ihren Protest gegen die "unhaltbaren Zustände" zum Ausdruck zu bringen.

Die Maximalforderung der Griebener ist eine Vollsperrung der Ortsdurchfahrt während gebaut wird. Keine ganz abwegige Möglichkeit, denn bereits bei den Planungen der Straßensanierung war eine weitläufige Umfahrung von Grieben vorgeschlagen worden. Nun wollen die zuständigen Behörden diese Variante erneut diskutieren, wie den Teilnehmern der Protestgruppe versprochen wurde. Eine Entscheidung soll kurzfristig gefällt werden, jedoch sei bei realistischer Betrachtung aller dazu notwendigen Sachverhalte mit einer Entscheidung nicht mehr in dieser Woche zu rechnen, hieß es.

Erreicht haben die Griebener mit ihrem Protest dennoch eine Menge: Die Höchstgeschwindigkeit im Baustellenbereich soll ab heute nur zehn Kilometer pro Stunde betragen. Die dafür notwendige Anpassung der Ampelphasen wurde noch Donnerstag veranlasst. Außerdem wurden die Absperrbaken in die Baustelle hineinversetzt, um gleichzeitig die Sperreinrichtungen in Richtung Ersatzfahrbahn verschieben zu können. Damit soll verhindert werden, dass die Fahrzeuge über die am seitlichen Fahrbahnrand liegenden Betonplatten fahren. Dadurch soll einerseits der beim Befahren entstehenden Lärm gesenkt werden und andererseits verhindert werden, dass sich die Vibrationen von der Fahrbahn auf die Häuser übertragen. Als Nebeneffekt vergrößert sich der Bereich, den die Fußgänger benutzen können.

Bernd Christian Schneck (SPD), Bürgermeister des Löwenberger Landes, versprach zudem, sowohl mit den für Grieben zuständigen Revierpolizisten als auch mit der Wache in Gransee zu sprechen, dass diese sich vor Ort regelmäßig sehen lassen und in der Nacht zusätzlich Streifenfahrten durch den Ort unternehmen. "Vielleicht können wir die Kraftfahrer, wenn sie die Polizisten sehen, dazu bringen, sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit zu halten", so seine Überlegungen.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG