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Antoinettes Wegzug führt zu Debatten

Sven Klamann / 06.10.2017, 06:30 Uhr
Eberswalde (MOZ) Die Auseinandersetzung über die Gründe, die vor einem Vierteljahr zum Umzug von Antoinette nach Leipzig geführt haben, wird in Eberswalde weiter virtuell und per Brief geführt. Die Künstlerin von Weltrang hatte erklärt, dass ihre Bemühungen, den ehemaligen IFA-Salon an der Breiten Straße zu einem Museum der gegenständlichen Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts zu entwickeln, durch die Eberswalder Rathausspitze nicht ausreichend unterstützt und gewürdigt worden seien. Ihren Mitstreitern und ihr wäre es bei der Kunsthallen-Idee nie darum gegangen, finanzielle Ansprüche oder Forderungen zu stellen. Stattdessen habe sie auf eine positive Stellungnahme der Stadt gehofft, die für potentielle Fördermittelgeber bestimmt gewesen wäre.

Die Stadtverordnete Ilona Pischel vom Bündnis Eberswalde bedauert, dass Politik und Öffentlichkeit durch die Rathausspitze nicht in die Entscheidungsfindung einbezogen worden seien. "Die Bedeutung von Kunst und Kultur als Standortfaktor wurde nicht ausreichend in Rechnung gestellt", urteilt die Volksvertreterin.

Hingegen bekräftigt Michael Otto, Gastwirt und Mitglied des CDU-Vorstandes in Eberswalde, in einem weiteren Kommentar auf der Internetseite der MOZ seine Auffassung, dass die Rathausspitze für ihren Vorstoß, "beim leidigen Thema IFA-Salon und Co." Nein gesagt zu haben, seinen Respekt verdiene. Ihn stört, dass die Stadt 18 000 Euro dafür ausgegeben habe, die Ausstellung "Mythos Europa" zu finanzieren, die 2016 knapp zwei Monate lang gezeigt worden war. "Das Geld wäre für soziale Projekte in Brennpunkten super geeignet gewesen", findet er. Eberswalde mache eindeutig genug für die Kultur.

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