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Saisonschluss auf dem Mühlenberg

Historische Technik: Schritt für Schritt wird das technische Innenleben der Mühle nach historischem Vorbild wieder aufgebaut. Zu den begeisterten Besuchern gehörte kürzlich sogar Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (l.).
Historische Technik: Schritt für Schritt wird das technische Innenleben der Mühle nach historischem Vorbild wieder aufgebaut. Zu den begeisterten Besuchern gehörte kürzlich sogar Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (l.). © Foto: MOZ/Daniela Windolff
Daniela Windolff / 06.10.2017, 06:40 Uhr
Greiffenberg (MOZ) Zum letzten Mal in diesem Jahr stehtdie Greiffenberger Erdholländermühle noch einmal allen interessierten Besuchern offen. Zum Saisonabschluss 2017 bietet der Förderverein am Sonnabend in gemütlicher Atmosphäre Rundgänge und Schauvorführungen an.

Noch vor wenigen Jahren hatte kaum jemand glauben wollen, dass die dem Verfall geweihte alte Erdholländermühle in Greiffenberg jemals wieder stolz auf dem Hügel thronen, geschweige denn Korn zu Mehl malen würde. Diejenigen, die sich enthusiastisch dieses Ziel setzten und allen Widerständen trotzten, wurden als Spinner belächelt. Inzwischen sind wohl auch die letzten Zweifel staunender Anerkennung gewichen.

Zwar fehlen noch die Flügel, doch die Mühle ist wieder unverkennbar zum Wahrzeichen Greiffenbergs geworden und lockt Besucher von weit her an.

Der Aufbau der Mühle durch den Verein zur Förderung von Landwirtschaft, Handwerk und Kultur, dessen Vorsitzender Horst Fichtmüller ist, mutierte zu einem landesweit beachteten und gewürdigten Vorzeigeprojekt für bürgerschaftliches Engagement und zugleich für uckermärkische Sturheit im positivsten Sinne.

Jeder kleine Schritt bedeutete hartnäckiges Ringen um jeden Euro Spendengeld, um Genehmigungen, um Unterstützer und auch um Menschen, die mitziehen und Wissen, Erfahrung und Tüftlergeist einbringen, denn Bauunterlagen für die Mühle gibt es so gut wie keine mehr.

Wer sich genauer über dieses Abenteuer informieren und wissen möchte, was bereits geschafft wurde und was noch zu tun ist, der hat dazu am Sonnabend von 10 biss 17 Uhr zum Saisonabschluss in der Greiffenberger Mühle Gelegenheit, sich selbst davon zu überzeugen und mit den Vereinsmitgliedern ins Gespräch zu kommen.

Das Mühlengebäude aus Holz aus dem Görlsdorfer Wald, gesponsert von Fürst zu Oettingen-Spielberg und nach alter Zimmermannstradition verbaut vom Sägewerk und Zimmerei Bohm, steht bereits und bietet auf zwei Ebenen Ausstellungs- und Veranstaltungsräume. Hier kann man das wieder aufgebaute Räderwerk in Aktion betrachten, das durch einen restaurierten historischen Motor angetrieben wird, solange sich noch keine Flügel im Wind drehen.

Zum Mühlentag 2018, so der ehrgeizige Plan des Vereins, soll das Mahlwerk in Betrieb genommen werden. Dabei unterstützt das PCK Schwedt den Verein. Drehkranz und Flügelwelle fehlen noch. 2020 sollen schließlich auch die Flügel fertig sein.

Doch bis dahin muss der Verein noch einmal mehr als 200 000 Euro Spenden- und Fördergelder zusammen bekommen. Deshalb steht zu jeder Veranstaltung in der Mühle auch ein großer Spendentopf bereit und der Erlös aus Kuchen- und Souvenirverkauf des Vereins fließt ebenfalls in die weitere Sanierung. Am Sonnabend wird der Landgasthof Rexin die Besucher gastronomisch versorgen.

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