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Landrat dankt für schnellen und tapferen Einsatz

Eine alte Linde war in der Rathenower Puschkinstraße in das leer stehende Gebäude eingeschlagen.
Eine alte Linde war in der Rathenower Puschkinstraße in das leer stehende Gebäude eingeschlagen. © Foto: Simone Weber
Simone Weber / 06.10.2017, 12:57 Uhr - Aktualisiert 09.10.2017, 15:51
Rathenow (MOZ) "Das Orkantief Xavier hat sichtliche Spuren im Havelland hinterlassen. Unzählige entwurzelte Bäume, aufgerissene Fahrbahnen, abgedeckte Dächer und viele weitere Schäden zeigen, welche Naturkräfte hier gewirkt haben müssen", so Landrat Roger Lewandowski (CDU). Bis Freitag (9.15 Uhr) seien bis zu 300 Einsätze in der Regionalleitstelle Nord-West für den Landkreis Havelland gemeldet worden. "Mehrere hundert Einsatzkräfte aus Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz waren gestern im gesamten Havelland eingesetzt."

Insbesondere seien die Kreisstadt Rathenow, Nauen, Brieselang, Falkensee und das Amt Friesack betroffen gewesen, "aber auch die ländlichen Bereiche blieben vom Unwetter nicht verschont", wie es seitens der Kreisverwaltung heißt. "Ich hoffe, dass alle Havelländerinnen und Havelländer gestern sicher nach Hause gekommen sind und danke allen Kräften der Freiwilligen Feuerwehren, des Rettungsdienstes, des Katastrophenschutzes und den vielen freiwilligen Helfern für ihren schnellen und tapferen Einsatz bei der Beseitigung der Sturmschäden", so Lewandowski.

Lothar Schneider, Kreisbrandmeister: "Das Ausmaß der Zerstörungen im gesamten Landkreis war enorm. Alle Wehren des Landkreises Havelland waren daher gestern bis in die Nachtstunden im Einsatz und sind es auch heute noch, um Sturmschäden zu beseitigen."

Etwa zwei Stunden lang wütete Orkantief Xavier in der KreisstadtTodesopfer wie in anderen Landkreisen gab es zum Glück auch hier nicht. Dicke Äste lagen aber in vielen Straßen. Einzelne Ziegel fielen von den Dächern. Einige Bäume wurden komplett entwurzelt. So eine alte Eiche, die parallel zum Schulgebäude am Jahn-Gymnasium umfiel. Am Körgraben wurden zwei große Platanen gefällt, die die Straße versperrten. Eine Weide wurde zusätzlich in der Parkanlage am Körgraben entwurzelt. Im Fontanepark, wo ein kurzer, aber heftiger Gewittersturm bereits am 22. Juni eine alte Eiche komplett entwurzelte, fielen nun insgesamt vier alte Bäume dem Sturm zum Opfer. Eine Eiche fiel parallel zum Fahrradweg am Park, am Straßenrand parkende Fahrzeuge blieben dadurch verschont. Eine Linde in der angrenzenden Rosa-Luxemburg-Straße fiel, neben dem Gedenkstein für die Vertriebenen, in den Fontanepark hinein. Bis auf eine abgeknickte DDR-Straßenlaterne, die aber am Donnerstagabend immer noch leuchtete, entstand im Park kein weiterer Sachschaden. Andere in Rathenows Straßen parkende Fahrzeuge hatten weniger Glück. Durch umfallende Bäume wurden sie zerdrückt oder beschädigt. Dabei entstand jedoch nur Sachschaden.

In der Puschkinstraße fiel eine entwurzelte Linde auf ein kleines leer stehendes Gebäude. Innerhalb zwei Stunden wurde die Freiwillige Feuerwehr zu 35 Einsätzen alarmiert. Auch am Freitag waren die Kameraden noch im Einsatz. Unterstützt wurde die Feuerwehr durch den Bauhof der Stadt Rathenow, die Bäume, die Straßen versperrten, beseitigten.

Die Ausfallstraßen aus Rathenow waren, wie am Kreisverkehr nach Bamme und Stechow, zeitweise durch umgefallene Bäume blockiert. Auch in anderen Orten des Westhavellands richtete Sturmtief "Xavier" Schäden an. Beispielsweise fiel in Nennhausen eine Zeit lang der Strom aus. Am Sportplatz wurden mehrere Bäume umgeknickt oder entwurzelt. Die Bahn stellte auch den Regionalverkehr ein.

Im Land Brandenburg starben, in den Kreisen Oberhavel, Oder-Spree und Märkisch-Oderland, insgesamt vier Menschen. Sie waren in Autos unterwegs, auf die Bäume fielen oder in die herab stürzende Äste durch Windschutzscheiben schlugen. Die Feuerwehren im Land fuhren bis zum Freitagmorgen insgesamt rund 4.500 Einsätze. Die Zahl der Todesopfer in Nord- und Ostdeutschland musste im Laufe des Abends bis Freitagmorgen von insgesamt zunächst sechs auf acht korrigiert werden.

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