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Staffelleiter kündigt für das Wochenende eine Entscheidung zu Vorkommnissen in Ahrensfelde an

Grünow-Randale hat ein Nachspiel

Tumult in Ahrensfelde: Ordner und Spieler versuchen die aufgebrachten Fans zu beruhigen.
Tumult in Ahrensfelde: Ordner und Spieler versuchen die aufgebrachten Fans zu beruhigen. © Foto: Ingo Muhme
Dirk Schaal / 07.10.2017, 05:14 Uhr
Ahrensfelde (moz) Das Auftreten einiger Fans von Einheit Grünow beim Spiel der Fußball-Landesklasse Nord bei Grün-Weiß Ahrensfelde wird ein Nachspiel haben. Das bestätigte der Staffelleiter Thomas Schwarz auf Nachfrage der MOZ. "Ja, es stimmt, vom Schiedsrichter der Partie kam eine Sonderbericht. Ich habe mittlerweile auch auch mit Beteiligten gesprochen. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, da es ein schwebendes Verfahren ist", erklärte Schwarz. Noch am Wochenende oder spätestens Montag will er dann beide Vereine über die getroffene Entscheidung unterrichten. Welche Strafen jedoch infrage kommen könnten, dazu wollte er sich nicht äußern.

"So etwas habe ich noch nie erlebt und möchte ich auch nicht mehr erleben", kommentierte der Ahrensfelder Vereinsvorsitzende Maik Pruschke die Vorkommnisse beim Heimspiel. Als Leiter des Ordnungsdienstes war er mittendrin und musste selbst auch verbale Attacken und sogar Handgreiflichkeiten von den Grünower Anhängern über sich ergehen lassen. "Es fing bereits in der ersten Hälfte an. Da wurde unser Spieler Foday Darboe mit eindeutig rassistischen Sprüchen auf dem Platz massiv beleidigt", berichtete Pruschke. Wenig später verletzte sich der Schwarzafrikaner schwer und wurde daraufhin erneut Opfer verbaler Attacken. Mit einer Nierenprellung wurde er später ins Unfallkrankenhaus Berlin gefahren. In der Halbzeitpause forderte Schiedsrichter Fabian Kralisch aus der Prignitz den Ahrensfelder Ordnungsdienst dazu auf, die Grünower Fans stärker in den Fokus zu nehmen. Dazu stellte sich Pruschke mit Ordner-Weste in den etwa 20 Mann starken Gästeanhang. "Es waren vielleicht vier oder fünf von denen, die für Krawall sorgten, der Rest waren ganz normale Fußballfans", erklärte der Vereinschef. Auf den Sachen der Krawallmacher prangten Embleme und Schriftzüge vom BFC Dynamo.

Nachdem die Ahrensfelder 0:2 zurückliegend ihre Aufholjagd erfolgreich zum 2:2-Ausgleich abschlossen, eskalierte die Situation an der Seitenlinie. "Ich wurde beim Versuch für Ruhe zu sorgen tätlich angegriffen. Erhielt sogar einen Handkantenschlag auf den Hals", sagte Pruschke. Etliche Ahrensfelder Zuschauer, aber auch Grünower Spieler kamen dem Ordner zu Hilfe. Es entstand eine große Menschentraube, in der sich einige hin und her schubsten. Schlussendlich bekamen die Ahrensfelder Ordner das Geschehen in den Griff, so dass das Spiel nach der regulären Spielzeit beendet werden konnte. "Ich weiß nicht, wer die Polizei gerufen hat, aber die kamen danach mit fünf Streifenwagen ins Stadion gefahren", berichtete Pruschke. Wie Augenzeugen beobachteten, wurden auch einige der Grünower Krawallmacher mit in Polizeigewahrsam genommen.

"So macht Fußball keinen Spaß. Es geht nicht gegen die Grünower generell, da gibt es sehr liebe Menschen. Doch diese Stänkerer wollen wir hier nicht mehr sehen", sagte der Ahrensfelder Vereinschef.

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