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Feuerwehren der Region im Dauereinsatz

Sturm entwurzelte sogar kräftige Bäume

Kai-Uwe Krakau und Olav Schröder / 07.10.2017, 06:45 Uhr - Aktualisiert 09.10.2017, 22:33
Bernau (MOZ) Entwurzelte Bäume, gesperrte Straßen und eine Technik, die an ihre Grenzen stieß: Einsatzkräfte der Feuerwehr hatten am Freitag viel zu tun, um die Folgen von Sturmtief "Xavier" zu beseitigen.

Gravierende Schäden erlitt die Allee zwischen Rüdnitz und Danewitz und im weiteren Verlauf in Richtung Grüntal/Biesenthal. Die Straßenverkehrsbehörde hat die Kreisstraße komplett gesperrt. Es wird davon ausgegangen, dass die Sperrung auch am Wochenende aufrechterhalten wird.

Sturmschäden Bernau Oktober 2017
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"Es wurden ganze Bäume herausgerissen oder Kronen kamen herunter", sagte Biesenthal-Barnims Amtsdirektor André Nedlin. Konkrete Zahlen konnten am Freitag noch nicht genannt werden, da die Erfassung der Schäden andauerte. Nedlin befürchtet, dass es - wie schon in der Vergangenheit - bei neuerlichen Unwettern wiederum zu starken Schäden kommen wird.

Alle Feuerwehren im Amtsbereich Biesenthal-Barnim waren im Einsatz. Insgesamt rückten sie zu 45 Notfällen aus, so Nedlin. Glücklicherweise seien durch den Sturm keine Personen verletzt worden. An kommunalen Gebäuden habe es keine Schäden gegeben.

"Wir sind mit allen verfügbaren Kräften und Fahrzeugen im Einsatz", sagte der Ahrensfelder Fachdienstleiter Swen Schwarz. Mehrere kommunale Straßen, darunter der Altlandsberger Weg, seien gesperrt. Die Aufräumarbeiten sollten noch den gesamten Freitag andauern. "Die Technik stößt langsam an ihre Grenzen", berichtete Schwarz. Teilweise seien Bäume mit einem Durchmesser von 1,50 Meter entwurzelt worden. Zu möglichen Schäden an Gebäuden konnte die Gemeindeverwaltung von Ahrensfelde zunächst keine Angaben machen.

Der Einsatz für die Feuerwehren der Stadt Werneuchen begann bereits am Donnerstag gegen 17 Uhr. "Wir waren dann die gesamt Nacht über mit rund 90 Kräften unterwegs", erklärte Stadtbrandmeister Rainer Sachse. Vor allem mussten Straßen geräumt werden - und das in allen Ortsteilen. Zahlreiche Bäume, auch mit großen Wurzeln, seien einfach umgekippt. "Das war schon ein beeindruckendes Bild", stellte Sachse fest.

Der Einsatz dauerte auch am Freitag an. Auf diversen Straßen mussten erneut Blockaden durch Bäume beseitigt werden. Betroffen war unter anderem die Straße zwischen Seefeld und Altlandsberg. An der Grundschule Werneuchen hatte sich ein Baum gefährlich auf eine Bushaltestelle geneigt. "Dort mussten wir mit der Säge eingreifen", so der Stadtbrandmeister. Zudem waren Bäume an Häuser gefallen. Für weitere Aufräumarbeiten beauftragte die Stadtverwaltung auch zwei Firmen.

Bis 3 Uhr früh fuhren die Feuerwehren der Gemeinde Panketal 37 Einsätze. Auf dem Spielplatz der Kita "Pankekinder" stürzten drei Bäume um und zerstörten die Spielgeräte. "Die Kinder sind ganz traurig gewesen, aber der Spielplatz ist jetzt erst einmal gesperrt", sagte Gemeindewehrführer Thomas Bielicke.

Am Freitagmorgen waren die Feuerwehren gleich wieder zu Aufräumungsarbeiten im Einsatz.

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