Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Probleme in der Zepernicker Randowstraße ähneln denen im Bernauer Blumenhag

Schleichweg wird zur Last

Enge Randowstraße: Die kleine Straße auf dem Pfingstberg wird als Umfahrung der Zepernicker Ortsmitte genutzt. Für die Anlieger entstehen dadurch erhebliche Probleme.
Enge Randowstraße: Die kleine Straße auf dem Pfingstberg wird als Umfahrung der Zepernicker Ortsmitte genutzt. Für die Anlieger entstehen dadurch erhebliche Probleme. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Olav Schröder / 12.10.2017, 06:50 Uhr
Panketal (MOZ) Die vorübergehende Ausweisung der Randowstraße als verkehrsberuhigten Bereich unterstützt der Panketaler Ortsentwicklungsausschuss. Die Straße wird von vielen Autofahrern als willkommener Schleichweg genutzt: Das Hauptproblem: Sie ist nur 4,05 Meter breit.

Dass ausgerechnet die kleine Randowstraße, die eigentlich als eine ruhige Straße angelegt wurde, zu einer stark genutzten Durchfahrtstraße wurde, hat gleich mehrere Gründe: In erster Linie wird sie als Abkürzung zur Umfahrung der Ampelkreuzung an der Zepernicker Kirche genutzt. Und da beispielsweise die nahe Neckarstraße noch nicht ausgebaut ist, verteilt sich der Verkehr nicht auf mehrere Straßen.

"Die Randowstraße ist mit einer Breite von rund vier Metern sehr eng", begründet Carola Wolschke den Antrag von Bündnis Panketal, die Straße mit den entsprechenden Schildern nicht als Spiel-, sondern als verkehrsberuhigte Straße auszuweisen - auch wenn diese Einschätzung von der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises bislang nicht geteilt wurde. Die Straße soll aus baulichen Gründen nicht als beruhigter Bereich geeignet sein.

Nicht nur der Ortsentwicklungsausschuss, auch der Zepernicker Ortsbeirat unterstützt den Antrag von Bündnis Panketal. Anwohner nutzten in beiden Gremien die Möglichkeit, die Situation gleich vor ihrer Haustür zu schildern: Die Fahrbahn verläuft dort unmittelbar an der Grundstücksgrenze, es gibt weder einen Grünstreifen noch einen Gehweg wie vis-a-vis. Wer diese Grundstücke betreten will, steht bereits auf der Fahrbahn. "Und dass ist nicht ungefährlich. Viele Autofahrer, die die Abkürzung fahren, haben es eilig und fahren entsprechend schnell", berichtet eine Anwohnerin. Es gebe mehr als 20 kleine Kinder in der Straße, für die die Situation besonders gefährlich sei. Darüber hinaus sei die Straße auch für die Begegnung von zwei Pkw zu eng, zumal die Fahrzeuge immer breiter werden.

Die Verkehrsberuhigung soll allerdings nur eine vorübergehende Lösung sein, sagen auch Anwohner der Straße. Wenn die Bautätigkeit auf dem Pfingstberg abgeschlossen ist, soll es eine neue Bewertung der gesamten Verkehrssituation mit dem Ziel geben, den Durchgangsverkehr aus dem Pfingstberg zu minimieren. Gedacht wird an eine Einbahnstraßenregelung. Die Situation ähnelt somit der im Bernauer Blumenhag.

Dieter Schwerdtner, sachkundiger Einwohner für Bündnis Panketal, warnt jedoch davor, schon jetzt eine Einbahnstraßenregelung nur für die Randowstraße vorzunehmen. "Dann besteht die Gefahr, dass in der Straße noch schneller gefahren wird als jetzt schon." Markierte Parkflächen im verkehrsberuhigten Bereich ohne Einbahnverkehr könnten dies verhindern. Zepernicks Ortsvorsteher Maximilian Wonke (SPD) unterstrich diese Lösung im Ortsbeirat zum Schutz der Kinder. Raik Sander (CDU) hatte dort auch ein Limit von zehn Stundenkilometern vorgeschlagen.

Kommentare

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG