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Genehmigung
 für Mastanlage erteilt

Mandy Timm / 06.07.2010, 07:22 Uhr - Aktualisiert 06.07.2010, 09:06
Kiehnwerder (In House) Die Bürgerinitiative ProOderbruch hat der Brandenburgischen Umweltministerin Anita Tack Unterschriftenlisten übergeben, in die sich laut der Akteure mehr als 500 Unterstützer eingetragen haben. Die Unterzeichner protestieren mit der Aktion gegen die geplante Broilermastanlage eines Landwirtes bei Kiehnwerder. Das Vorhaben sieht vor, sechs Ställe zu errichten in denen jährlich knapp drei Millionen Hähnchen aufgezogen werden sollen. Die Pläne wurden 2008 bekannt. In dem Schreiben an das Umweltministerium lehnen die Akteure den Bau der industriellen Anlage zur Tiermast unter anderem ab, weil die Kulturlandschaft mit dem gewünschten Tourismus einen erheblichen Einschnitt erfahren und weitere Anlagen folgen könnten. Sie bitten um Unterstützung. Wie eine Sprecherin des Landesumweltamtes gestern bestätigte, sind alle Voraussetzung durch die Genehmigungsbehörde geprüft worden. Der Bau der Broilermastanlage wird genehmigt. Ende Juli soll der offizielle Bescheid erteilt werden.

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Christiane Schilling 06.07.2010 - 14:03:50

Schritt in die falsche Richtung

In der vergangenen Woche lag der MOZ der BIO-Einkaufsführer für Berlin und Brandenburg bei. Es gibt gerade mal 4 Adressen für ganz Märkisch Oderland. Wäre es nicht schön gewesen, wenn hier in der nächsten Ausgabe auch Kiehnwerder zum Bezug von Biohähnchen gestanden hätte? Mit einem kleineren Tierbestand in artgerechterer Haltung mit mehr Platz für die Tiere und mit Auslauf im Freien. Das wäre ein Schritt in die richtige Richtung auf einen Zukunftsmarkt gewesen. Und das Landes"UMWELT"amt freut sich, endlich eine weitere Anlage zur Produktion von billigstem Abfallfleisch genehmigt zu haben. Christiane Schilling ProOderbruch

Irene Fischer 06.07.2010 - 12:35:55

Wer freut sich über die Mastanlage?

Der Landwirt wird sich freuen.Verdient er diesen Namen? Wen bewirtet er? Wollte er die Tiere bewirten, müßte er sie anders halten, nicht 23,5 Tiere je Quadratmeter, ohne Tageslicht, mit abgezüchtetem Sättigungsgefühl, damit sie ständig fressen. Die schon eingeplanten 40 Tonnen tote Tiere im Jahr halten dieser „Bewirtung“ nicht stand, die Überlebenden werden mit Maschinen eingesammelt, in Kisten geschmissen und zum Schlachter gefahren. Auch der freut sich. (Film: Unser täglich Brot). Das mit Antibiotoka belastete Fleisch geht fein verpackt in die Supermärkte und wird zum Schnäppchenpreis verkauft. Der Kund weiß nichts, mancher will nichts wissen, freut sich nur, dass es billig ist. Auf wessen Kosten? Irene Fischer ProOderbruch

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