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Gemeindehaus erhält neues Dach

© Foto: MOZ/Franziska Pröber
Franziska Pröber / 06.08.2010, 08:30 Uhr
Herzhorn (In House) Das Dach des Herzhorner Gemeinde- und Feuerwehrhauses wird saniert. Ab Anfang September soll das alte Asbestdach einem aus Trapezblech weichen. Die Gemeinde Reichenow-Möglin trägt die Kosten von rund 24 000 Euro selbst.

„Ein Aufschub war nicht mehr möglich“, sagt Wolf-Dieter Hick­stein, der ehrenamtliche Bürgermeister von Reichenow-Möglin. Im leerstehenden Teil des langgezogenen Garagenkomplexes hat das Dach nachgegeben, ein riesiges Loch klafft in der Decke. Ein Bereich wird derzeit von der Feuerwehrgruppe Herzhorn, einem Landwirt mit seinen Maschinen sowie von der Gemeinde genutzt. Noch ist dieser Teil von größeren Schäden verschont geblieben, obwohl es auch dort bei starkem Regen durch die Decke tropft. Einen zweiten schnee­reichen Winter würde das Dach wohl nicht standhalten. Die Einsturzgefahr ist groß.

Hickstein läuft langsam an den großen, gealterten Holztoren vorbei, hinter denen die Maschinen stehen. Einige Fenster sind eingeschlagen, die Regenrinne endet einfach irgendwann abrupt, ein Draht hängt vom Dach herunter. Die Außenwände könnten einen neuen Putz vertragen. „Sieht nicht so einladend aus“, sagt Hickstein. Am liebsten hätte er das gesamte Gebäude sanieren lassen. Doch dafür fehle das Geld. Rund 370 000 Euro hätte alles zusammen gekostet, der Eigenanteil hätte trotz Fördermittel bei über 100 000 Euro gelegen. „Einfach zu viel“, sagt er.

Für die Sanierung des Dachs zahlt die Gemeinde jetzt 24 000 Euro aus eigener Tasche. Allerdings nur für die ersten 30 Meter. Der leerstehende Teil mit dem bereits eingestürzten Dach wird nicht erneuert, er soll irgendwann sogar ganz verschwinden. Doch auch der Abriss kostet Geld, weswegen dieses Projekt erst einmal aufgeschoben wird.

Ab September tragen dann Bauarbeiter die mit Asbest verseuchten Dachwellplatten ab. Im Anschluss müssen die Dachbinder ausgewechselt und so die gesamte Konstruktion stabilisiert werden. Danach kann das Trapezblech verlegt werden. Das neue Dach ist durch sein leichtes Material nicht nur praktisch, sondern durch die rötliche Farbe optisch ansehnlich. Es soll das Gebäude freundlicher wirken lassen. Zum Abschluss wird die Regenrinne erneuert.

Es sei eine Flickschusterei, die sie betreiben müssten, meint Hickstein. Doch eine andere Möglichkeit sehe er nicht. Das Dach sei zunächst das Wichtigste. Die Herrichtung der Stellflächen und ein paar weitere Schönheitsreparaturen will die Gemeinde und die Feuerwehr später in Eigenregie durchführen.

Das erste Gebäude des Komplexes wurde bereits vor einigen Jahren saniert und von einer ehemaligen Garage in ein kleines Gemeindehaus umgewandelt. Dieses teilen sich die Herzhorner mit der Feuerwehr, die in den Garagen nebenan ihre Einsatzwagen zu stehen hat. Ein Landwirt, der dort ebenfalls seine Maschinen untergebracht hat, will ein wenig zusammenrücken und der Feuerwehr mehr Platz einräumen, damit der K 30 Garant nach 
seiner Reparatur dort abgestellt werden kann.

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