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Grüntals Schule braucht Unterstützung

Brigitte Horn / 21.11.2010, 19:00 Uhr
Grüntal (In House) Die Grundschule in Grüntal ist Kinder und Eltern lieb und teuer – weil sie ihre Kinder gern in dieses Schule schicken. In Rüdnitz hat sich sogar eine Elterninitiative gebildet, die sich dafür einsetzt. Unruhe hingegen gibt es, weil die Diskussion um den Schulverband nicht vor Fleck kommt.

Als die Gemeindevertretung Rüdnitz in ihrer jüngsten Sitzung über den Schulbezirk sprach, waren auch Elterb und der Leiter der Elternkonferenz gekommen. Sie glaubten, es würde nun Klarheit zur Grundschule in Grüntal geben. Immerhin sind derzeit fast 60 der etwas mehr als 200 Kinder, die die Schule besuchen, aus Rüdnitz. Es ging jedoch in der Beratung nur um die Albertshofer Kinder, die traditionell in Bernau eine Schule besuchen. Schade fanden es die Elternvertreter, dass es zu Grüntal noch keine klare Stellungnahme gegeben habe. Dabei wollen die Rüdnitzer Eltern, dass ihre Kinder weiter nach Grüntal gehen können.

Erst am 17. November haben sich viele besorgte Eltern aus Rüdnitz zusammengesetzt, um über den weiteren Schulbesuch in Grüntal zu beraten und einen offenen Brief an die Gemeindevertretung verfasst. Darin heißt es unter anderem: „Wir Eltern sehen und spüren den hohen pädagogischen Ansatz in der Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer an der Grüntaler Schule, und dies ist nicht nur eine subjektive Wahrnehmung, sondern lässt sich auch in den Ergebnissen der Schule ablesen.“ Genannt werden die Ausgestaltung der Schuleingangsphase und das Flex-Modell, die Vielzahl von Angeboten im Ganztagsbereich, die zielorientierten Fachexkursionen und das gute Klima an der Schule. Weiter heißt es. „Nicht zuletzt belegen auch die hohen Übergangsquoten an ein Gymnasium das gute Lernniveau. So sind … regelmäßig mehr als die Hälfte der Kinder an ein Gymnasium gewechselt. Aber auch Kinder, denen das Lernen nicht so leicht fällt oder die einen besonderen Förderbedarf aufweisen, werden bestmöglich unterstützt und gefördert und für den Schulwechsel fit gemacht.“

Und nicht nur die Rüdnitzer Eltern sind in Sorge, wie Schulleiter Klaus-Peter Blanck informierte. Ihm, sonst die Ruhe und Ausgeglichenheit in Person, ist der Unmut anzumerken, wenn er über den Frust und die Unruhe in der Schule unter den Kollegen und der Elternschaft spricht. Für Klaus-Peter Blanck ist klar, und das ergibt sich aus dem Brandenburgischen Schulgesetz, dass in Orten unter 5000 Einwohnern ein Schulverband gebildet werden soll, wenn in die Schule Kinder aus mehreren anderen Gemeinde gehen. Möglich sei auch, die Schule an das Amt zu übertragen, was wiederum an Biesenthal, die Stadt ist selbst Träger einer Grundschule, scheitert. Grüntal sei die einzige Schule im Landkreis, bei der eine kleine Gemeinde mit unter 1000 Einwohnern seit 19 Jahren die Investitionen und Schulkosten weitgehend allein trägt. Ausnahme seien lediglich die energetische Sanierung der Turnhalle und Brandschutzmaßnahmen gewesen. Aber die Mensa und damit im Zusammenhang die Werkstatt zum Beispiel ist von Sydower Fließ allein finanziert worden.

Was die Teilung der Kosten in besagtem Schulverband betrifft, so habe man das mehrfach angesprochen. In den ersten Jahren vielleicht nicht so intensiv. Die Schule war ja noch ziemlich neu, schaut Blanck zurück. „Wenn wir jetzt allein investieren, dann werde dies den anderen Gemeinde anteilig auch als Abschreibung nach der neuen doppischen Haushaltführung angerechnet, so dass sie auch damit belastet werden.“ Die Gemeinde Sydower Fließ könnte dies auch machen, weil es noch genügend Geld in der Rücklage gebe. Für demokratischer hält er es jedoch, wenn man sich in einem Schulverband gemeinsam über die Investitionen an der Schule einigt.

Auf jeden Fall soll es im kommenden Jahr erstmal keine Investitionen an der Schule geben. Und jetzt werde man zunächst abwarten, wie die Gemeindevertretungen von Melchow, Rüdnitz und Trampe entscheiden werden.

Auch die pädagogische Arbeit werde solide fortgesetzt. Dazu gehört auch zusätzlicher Unterricht, erläuterte Schulleiter Klaus-Peter Blanck. Das heißt, dass die Grüntaler Verlässliche Halbtagsgrundschule in der Lage sei, in den jeweiligen Klassenstufen pro Woche eine Stunde Unterricht mehr zu geben. Dies komme der Förderung von Strategien und Lernhandlungen, dem Lesen und der Medienkompetenz zugute. Sie werden auch für die Entwicklung handwerklicher Fähigkeiten sowie für die Kombination von Lesen und Rechtschreibung genutzt.

Grüntal (MOZ) Als die Gemeindevertretung Rüdnitz in ihrer jüngsten Sitzung über den Schulbezirk sprach, waren auch Eltern und der Leiter der Elternkonferenz gekommen, um Klarheit zur Grundschule in Grüntal zu erhalten. Immerhin kommen derzeit fast 60 der etwas mehr als 200 Kinder der Grüntaler Schuleaus Rüdnitz. Es ging jedoch in der Beratung nur um die Albertshofer Kinder, die traditionell Bernauer Schule besuchen.

Rüdnitzer Eltern wollen, dass ihre Kinder weiter nach Grüntal gehen können. Erst am 
17. November hatten sich viele besorgte Eltern aus Rüdnitz zu diesem Thema zusammengesetzt und einen offenen Brief an die Gemeindevertretung verfasst. Darin heißt es unter anderem: „Wir Eltern sehen und spüren den hohen pädagogischen Ansatz in der Arbeit der Lehrer an der Grüntaler Schule. Das lässt sich auch in den Ergebnissen der Schule ablesen.“

Genannt werden die Ausgestaltung der Schuleingangsphase und das Flex-Modell, die vielen Angeboten im Ganztagsbereich, die zielorientierten Fachexkursionen und das gute Klima an der Schule. Weiter heißt es: „Nicht zuletzt belegen auch die hohen Übergangsquoten an ein Gymnasium das gute Lernniveau. Aber auch Kinder, denen das Lernen nicht so leicht fällt oder die einen besonderen Förderbedarf aufweisen, werden bestmöglich unterstützt und gefördert und für den Schulwechsel fit gemacht.“

Und nicht nur die Rüdnitzer Eltern sind in Sorge, wie Schulleiter Klaus-Peter Blanck informierte. Ihm ist der Unmut anzumerken, wenn er über den Frust und die Unruhe unter den Kollegen und der Elternschaft spricht.

In Orten unter 5000 Einwohnern soll laut Bildungsgesetz ein Schulverband gebildet werden, wenn in die Schule Kinder aus mehreren Gemeinde gehen. Möglich sei auch, die Schule an das Amt zu übertragen.

Das scheitert vor allem an Biesenthal. Die Stadt ist selbst Träger einer Grundschule. Grüntal sei die einzige Schule im Landkreis, bei der eine kleine Gemeinde mit unter 1000 Einwohnern seit 19 Jahren die Investitionen und Schulkosten weitgehend allein trägt. Ausnahme seien lediglich die energetische Sanierung der Turnhalle und Brandschutzmaßnahmen gewesen.

Mehrfach habe man die Teilung der Kosten in einem Schulverband angesprochen. „Wenn wir jetzt allein investieren, wird dies den anderen Gemeinden anteilig auch als Abschreibung nach der neuen doppischen Haushaltführung angerechnet, so dass sie auch damit belastet werden.“ Die Gemeinde Sydower Fließ könnte dies auch machen, weil es noch genügend Geld in der Rücklage gebe. Für demokratischer hält er es jedoch, wenn man sich in einem Schulverband gemeinsam über die Investitionen an der Schule einigt. Auf jeden Fall soll es im kommenden Jahr erstmal keine Investitionen an der Schule geben.

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