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Ergebnisse erst im Mai zu erwarten

Jörg Kühl / 20.04.2011, 20:57 Uhr
Behrensdorf (In House) Die Ermittlungen im Behrensdorfer Storchenskandal dauern noch an. Das hat die Sprecherin des Landesumweltamtes, Doris Lorenz, auf Anfrage bekanntgegeben. Am 30. März hatte ein Einwohner von Behrensdorf mit einer Motorsäge den Storchenmasten im Dorf zu Fall gebracht. Nun müsse geprüft, werden, ob eine Ordnungswidrigkeit vorliegt. Derzeit befragt die Behörde Zeugen der unangekündigten Aktion. „Die Frist für die Zeugenaussagen sowie für die Stellungsnahme des Verursachers geht erst Ende April zu Ende“, so die Sprecherin. Mit Ergebnissen könne frühestens Mitte Mai gerechnet werden.

Die Beseitigung des Behrensdorfer Storchenhorstes hatte in der Bevölkerung zu massiven Protesten geführt. Transparente mit Slogans, wie „Wir wollen unseren Storch wiederhaben!“ wurden aufgehängt und verschiedene Medien in den kleinen Ort zwischen Ahrensdorf und Wendisch Rietz eingeladen. Dank einer Intervention der Beeskower NABU-Gruppe konnten Mitarbeiter von E.ON-edis kurzfristig einen neuen Storchenmasten wenige Meter neben der alten Stelle errichten.

Das Landesumweltamt hatte in einer ersten Stellungnahme mitgeteilt, einen Experten vor Ort geschickt zu haben. Aus dessen Informationen sowie aus Informationen eines beauftragten „Weißstorchbetreuers“ sei die Behörde zu dem vorläufigen Ergebnis gekommen, dass in Behrensdorf zuletzt 2005 ein Storchenpaar genistet habe. Die Dorfbewohner, und besonders das Ehepaar Kloke, dass seit Jahren Buch über die Vögel führt, können allerdings nach eigener Aussage nachweisen, dass 2008 noch Küken ausgebrütet wurden. Die genaue Jahreszahl der letzten Brut ist entscheidend, denn ein unbenutztes Nest verliert nach fünf Jahren seinen Schutzstatus.

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