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In Behrensdorf steigt die Spannung

Ruth Buder / 22.04.2011, 18:16 Uhr - Aktualisiert 22.04.2011, 18:16
Behrensdorf (In House) Die Behrensdorfer bewegt derzeit zwei große Fragen: Kommt der Storch und wie geht die „Volksabstimmung“ aus? Während am Mittwochabend im Feuerwehrhaus Elisabeth Märtin, stellvertretende Wahlleiterin der Gemeinde Rietz-Neuendorf, die Urne bewachte, waren Enrico Wende und Rudi Krause auf den Storchenmast gestiegen, um das Nest für Adebar zu bauen. Nachdem ein Behrensdorfer Bürger den alten Storchenmast abgesägt hatte, hatten empörte Tierfreunde schnell für Ersatz gesorgt. Mit dem neuen Sitz kann der Storch aber offensichtlich nicht viel anfangen. „Er war ja schon ein paar Mal da, kreiste herum, fing aber nicht an zu bauen. Das war ihm wohl alles zu nackig“, glauben Ursula und Hans Kloke, die gleich gegenüber wohnen und den Horst genau im Blickfeld haben. „Er ließ dann auch mal was fallen, so als wenn er sagen wollte, auf euer Nest sch... ich.“ Das wollen die Behrensdorfer Storchenfreunde aber nicht so hinnehmen: „Es ist ja schon ziemlich spät, deshalb wollen wir ihm mit dem Nestbau entgegenkommen.“ Kolkes & Co. erhielten Unterstützung vom Dachdeckerbetrieb Möbus und seinem Inhaber Fred Manjuras, der einen großen Drehkran zur Verfügung stellte. Mit dem ließen sich Enrico Wende und Rudi Krause in die Höhe fahren, um das Nest mit Reisig gemütlich zu machen. Nun sind alle gespannt, ob Adebar das Angebot annimmt und doch noch landet.

Gespannt können die Behrensdorfer auch auf das Abstimmungsergebnis über ihren Ortsteil sein. Alle Bürger ab 16 sind aufgerufen, sich an einer Anhörung zu beteiligen. In dieser geht es darum, ob Behrensdorf weiter ein Ortsteil mit Vertretung, also mit einem gewählten Ortsbeirat, bleiben soll oder nicht.

In Behrensdorf existiert im Moment kein Ortsbeirat, weil der Ortsbürgermeister und seine Stellvertreterin zurück getreten waren, Nachrücker fanden sich nicht. Normalerweise finden in einer solche Situation Neuwahlen statt. Aber weil im Ortsteil große Zwistigkeiten und Uneinigkeit herrschen, bot Olaf Klempert, Bürgermeister Rietz-Neuendorf, diese Anhörung an. Aber auch hier gibt es bereits die erste Vorbehalte. Viele zweifeln den Wert der Anhörungslisten an, da sie nicht anonym sind.

Dennoch nutzen am Mittwochabend zahlreiche Behrensdorfer die Urne, die für drei Stunden im örtlichen Feuerwehrhaus stand, beobachtet von Elisabeth Märtin, der stellvertretenden Wahlleiterin. Bis zum 27. April kann noch im Rathaus in Rietz-Neuendorf abgestimmt werden. Die Auszählung findet am 29. April um 12 Uhr statt.

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