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Artenvielfalt lockt nach Neulewin

Thomas Berger / 11.05.2011, 07:49 Uhr
Batzlow (In House) Bis ihr „Kunsthof Batzlow“ richtig fertig ist, wird es noch eine Weile dauern. Unablässig aber ist Christine Sinner im Einsatz, das Grundstück einladend zu gestalten.

Ansässig in dem beschaulichen Ortsteil der Gemeinde Märkische Höhe ist sie schon seit drei Jahren. Doch erst jetzt ist es soweit, auch Besucher willkommen zu heißen, und noch immer wirkt mancherlei provisorisch. Im ehemaligen Stallgebäude, wo sich seinerzeit Büro, eine kleine Küche und Werkstatt befanden, sind nun die Hinterlassenschaften beräumt, die Wände frisch geweißt, Elektroleitungen neu verlegt worden. Der Anflug eines Ausstellungsraumes, wo die Künstlerin einige ihrer Werke präsentiert. „Eigentlich hätte ich gedacht, hier passt viel mehr hin. Jetzt fällt mir die Auswahl nicht leicht“, erzählt sie. Aber es sei auch für sie selbst spannend, mal wieder Arbeiten hervorzuholen, deren Entstehungszeit weit zurückreicht. Starke Farbigkeit habe sie früher ausgezeichnet, erklärt die Neubürgerin, inzwischen habe sich das aber reduziert.

Christine Sinner arbeitet mit dem, was ihr – bisweilen auch zufällig – in die Hände fällt. Ein bisschen abstrakt ist vieles, doch wer sich auf die Werke einlässt, kann vieles darin entdecken. Ein Material aber hat es ihr besonders angetan: Papier in all seinen Formen und Facetten. „Ich habe damals einmal mit Papierschöpfen angefangen und sofort gemerkt, das ist mein Ding“, erzählt sie. Deshalb denkt sie schon darüber nach, Kurse an ihrem neuen Domizil zu geben. Papier ist zudem der Hauptbestandteil einer Arbeit, an der niemand ohne innezuhalten vorbeikommt: Einer ungleichmäßig geformten Kugel von knapp einem Meter Durchmesser. Papier, Leim, Wachs und Farbe, mehr brauchte es dafür nicht – imposant ist allerdings das, was daraus unter schöpfender Künstlerhand entstanden ist.

Die Frau, die sich jetzt am Rande der Märkischen Schweiz niedergelassen hat, ist herumgekommen. Geboren in Eichwalde, ging es über Westberlin nach Bonn, wo sie studierte. In Berlin hat sie auch später längere Zeit gewirkt, war zudem ein Jahr im mexikanischen Gudalajara. Das liegt eine Weile zurück, inzwischen ist gerade diese Region des nordamerikanischen Landes ziemlich gefährlich. „Die Kindheit in Eichwalde hat besonders geprägt“, sagt Christine Sinner. So war schon länger der Wunsch entstanden, wieder nach Brandenburg zu ziehen. Auf Urlaub war sie zuvor öfter in der Region, schließlich ergab sich in Batzlow die Gelegenheit zum Grundstückskauf. Zu tun bleibt auf dem mehr als 2000 Quadratmeter großen Areal noch jede Menge. Aber die Neubürgerin fühlt sich wohl hier, hat bereits viele Kontakte geknüpft. Einige bestehen schon weit länger, als sie im Ort ansässig ist – wie der zur befreundeten Künstlerkollegin Hanne Pluns im wenige Kilometer entfernten Karlsdorf. „Wir haben uns seinerzeit bei einem Kalligraphiekurs in Berlin kennengelernt“, 15 bis 20 Jahre liege das wohl zurück.

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