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Ehrenrunde auf dem Dorffest

Karin Ernst / 24.07.2011, 18:23 Uhr - Aktualisiert 25.07.2011, 18:31
Klandorf (In House) Bei unsicherer, aber letztlich trockener Witterung radelten am Sonnabend 38 Ausflügler von Eberswalde mitten durch die Schorfheide nach Klandorf. Mit einer Wegstrecke über 60 Kilometern war es eine der körperlich herausforderndsten Etappen der Tour de MOZ in diesem Jahr.

Fragende Blicke gen Himmel. Kommt er oder kommt er nicht, der Regenschauer? Er kam nicht und war doch allgegenwärtig. Die einen sprachen vom Wasser, das aus dem heimischen Keller gepumpt werden musste, andere erzählten vom Garten, in dem der Regen die schönsten Blüten zerzaust und Mehltau über die Blätter zieht.

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Doch schon nach den ersten Kilometern entlang des Oder-Havel-Kanals hatte ein frischer Wind, der über den Strom wehte, die trüben Gedanken fortgeblasen. Alle traten kräftig in die Pedale. Bald schon zeigten sich sogar ein paar zaghafte Sonnenstrahlen. „Hin und her habe ich überlegt, ob ich bei dem Wetter überhaupt mitkommen sollte. Aber als ich heute die MOZ aus dem Briefkasten geholt und gelesen hatte, dass der Regen aufhört, habe ich dran geglaubt und bin zum Start auf unseren Marktplatz gefahren. Darüber bin ich jetzt richtig froh“, bekannte die Eberswalderin Karin Preuß.

In Klandorf angekommen, fuhren die 38 Radwanderer eine Ehrenrunde durch den festlich geschmückten Ort. Von der Tribüne her hallte ihnen die Begrüßung entgegen und ein dickes Lob für Tourführer Rainer Kattanek, der „guten Seele der Radfahrer“. Der Gelobte nahm es bescheiden und erklärte: „Bei solchen Ausflügen lerne selbst ich immer wieder Neues kennen. So bin ich heute erst zum zweiten Mal in Klandorf, denn natürlich sind wir die Strecke vorher 
abgefahren.“

„Schön, dass es solche Angebote gibt. Man trifft nette Leute und hat Bewegung an frischer Luft, das macht mir einfach Spaß“, schloss sich Manfred Thieme aus Bernau dem Lob des Festredners an. Ehe sich alles in den Trubel stürzte, ergänzte Kurt Beras aus Finow: „Ein Auto habe ich nie besessen, weil ich immer viel mit dem Rad unterwegs war. Das soll auch so bleiben.“ Erstmal aber wurden die Fahrräder abgestellt, und man schlenderte an historisch gekleideten Bauersleuten, Advokaten und Uniformierten vorbei – zwei Jahrhunderte Klandorf, dargestellt in lebenden Bildern.

Auf dem Rückweg durch den Schorfheider Wald waren stellenweise Wurzelwerk und Schlaglöcher im Slalom zu umfahren. Weder Reifenpannen noch ein zum Glück harmloser Sturz blieben aus. Für erfahrene Radtouristen wie Frank Scheili aus Berlin gehört auch das einfach zum Radfahren dazu: „Ich fahre jedes Wochenende mindestens 60 Kilometer. Nun habe ich im Internet zufällig die MOZ-Tour entdeckt und dachte, das probierst du mal aus.“ Nach 62,5 Kilometern im Sattel verabschiedete er sich mit den Worten: „War eine gute Idee, heute dabei zu sein.“

Die nächste Etappe der Tour de MOZ, die von der AOK und vom Energieunternehmen EWE unterstützt wird, startet am 6. August um 10 Uhr am Bahnhof Oranienburg zur 45-Kilometer-Rundfahrt in Richtung Lehnitz und Liebenwalde.

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