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Wall bringt noch mehr Wasser auf die Grundstücke

Mit Gummistiefeln: Simone Westphal in ihrem teilweise unter Wasser stehenden Garten in Löhme.Foto: MOZ/Kai-Uwe Krakau
Mit Gummistiefeln: Simone Westphal in ihrem teilweise unter Wasser stehenden Garten in Löhme.Foto: MOZ/Kai-Uwe Krakau © Foto: MOZ
KAI-UWE KRAKAU / 03.08.2011, 19:28 Uhr - Aktualisiert 04.08.2011, 07:42
Löhme (In House) Der Keller von Simone Westphal ist zwar (noch) nicht regelmäßig geflutet, dafür kann die Löhmerin immer öfter nur mit Gummistiefeln durch den Garten waten. Ein Zustand, der nicht länger hinnehmbar ist – findet nicht nur die junge Frau.

Vor fünfeinhalb Jahren, im Januar 2006, überschwemmte das Wasser von den nahen Feldern erstmals besonders heftig die Grundstücke am Siedlerweg. Als Sofort-Maßnahme wurde daraufhin ein Wall angelegt – mit fatalen Folgen. „Seitdem ist es mit dem Wasser noch schlimmer geworden“, sagt Simone Westphal. Dieses staut sich nämlich, das Schichtenwasser dringt nun auf die Grundstücke vor.

Auch Nachbar Peter Löser hat so seinen Erfahrungen mit dem nasssen Element gemacht. „Bei mir stand das Wasser schon in der Garage“, berichtet der Löhmer. Auch die Nebengelasse waren schon betroffen. Selbst die Kartoffeln dürften sich schon wie Reispflanzen gefühlt haben. Eine Drainage, die Löser an der linken Hauswand gebaut hatte, brachte nicht viel. „Der Graben an der Straße ist immer voll“.

Dies scheint auch das generelle Problem in diesem Bereich von Löhme zu sein – es fehlt eine vernünftige Niederschlagswasser-Konzeption. Diese hatten die Anwohner, es gibt dort inzwischen rund 
40 Häuser, bereits 2007/2008 angemahnt. Ein Löhmer hatte sogar angeboten, ein Rohr auf seinem Grundstück – dort befindet sich die tiefste Stelle – verlegen zu lassen. Die Entwässerung sollte dann in Richtung Dorfstraße erfolgen. Passiert ist jedoch bisher nichts. „Es ist alles immer nur Flickschusterei“, ärgert sich Simone Westphal. Dabei kommt auf sie und die anderen Bewohner noch ein weiteres Problem zu. Der Siedlerweg soll nämlich ausgebaut werden. „Wir wollen keine Luxus-Variante“, so die junge Frau. Der ländlichen Struktur entsprechend sollte gebaut werden. Eine normale Schwarzdecke eben. „Vielleicht so, wie beim Kaliebeweg in Tiefensee“, meint Peter Löser.

„Wir wollen, dass mit uns gesprochen wird“, sagt Simone Westphal mit Blick in Richtung des Werneuchener Rathauses. Eine Gelegenheit dafür könnte in der Anwohnerversammlung sein. Diese hatte Bürgermeister Burkhard Horn im Juli für das 3. Quartal dieses Jahres angekündigt.

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