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Zahlreiche Freizeitkapitäne warten in Bredereiche auf die Schleusung / Ortsbeirat hilft

12.08.2011, 06:13 Uhr - Aktualisiert 12.08.2011, 06:13
bredereiche () Bredereiche (pilz) – Da ist sich Günther Großkopf sicher: „So etwas habe ich noch nie erlebt.“ Der Berliner Freizeitkapitän sitzt seit fast zwei Wochen in Bredereiche fest. Die gigantischen Regenfälle Ende Juli/Anfang August hatten Schleusungen in der Region unmöglich gemacht.

Eine beklagenswerte Situation für dutzende Bootsführer, die es zum Beispiel nur bis Bredereiche schafften. Weil nicht nur der Wasserpegel angestiegen war, sondern auch der Wutpegel bei den des Wartens müden Urlaubern, haben sich Ortsbeirat und evangelische Kirchengemeinde vorgestern der Wassersportler angenommen – auf Initiative von Heidi Rumprecht von der Kirchengemeinde. Ihr waren die Klagen der Bootsfahrer zu Ohren gekommen – niemand informiere sie darüber, wie und wann es weitergeht. Ebenso sollte ein ärztlicher Notdienst bekannt gegeben werden, denn es gebe auch kranke und behinderte Menschen an Bord. Wo könnten die Urlauber Geld überdies abheben, wann fährt ein Bus. Und könnte nicht ein Dixi-Klo aufgestellt werden?

Sogleich informierte Rumprecht Ortsvorsteher Gregor Klos (Allianz für Fürstenberg und Ortsteile) über die „dicke Luft an Schleuse und Badestrand“. Klos reagierte sofort und erbat sich Unterstützung von Fürstenbergs Stadtverwaltung, um den Bootsfahrern in ihrer Notsituation zu helfen.

„Es war ärgerlich, denn ich habe dort wieder einen Korb bekommen“, sagte Klos. Bürgermeister Robert Philipp (parteilos) erklärte, er finde es „wirklich gut“, dass der Bredereicher Ortsbeirat den vor Ort gestrandeten Freizeitkapitänen helfen möchte und dass Gregor Klos sofort Hilfe anbiete.

„Aber in solchen Situationen geht es auch tatsächlich darum, dass die Menschen sich untereinander helfen und improvisieren“, erläuterte Philipp. „Man sollte nicht immer gleich nach dem Staat rufen, vielmehr ist Eigeninitiative gefragt“, fügte er hinzu.

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