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Der neue Ortsbeirat von Behrensdorf hat sich konstituiert / Cornelia Stotz ist Ortsvorsteherin

Die Dorfgemeinschaft stärken

Neuer Ortsbeirat: Ortsvorsteherin Cornelia Stotz  und Manfred Fraenkel vor der alten Werkstatt, die als Dorfgemeinschaftsraum ausgebaut werden soll.
Neuer Ortsbeirat: Ortsvorsteherin Cornelia Stotz und Manfred Fraenkel vor der alten Werkstatt, die als Dorfgemeinschaftsraum ausgebaut werden soll. © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 14.10.2011, 07:45 Uhr
Behrensdorf (MOZ) Seit dem 7. Oktober nun hat Behrensdorf einen neuen Ortsbeirat. Zur konstituierenden Sitzung mit Bürgermeister Olaf Klempert waren immerhin 16 Einwohner gekommen, was von einem Interesse am Wohl und Wehe des Ortes zeugt. Schließlich hatte es nach der leidigen medienwirksamen Sache mit dem abgesägten Storchenmast, durch die Spannungen in der Dorfgemeinschaft an die Oberfläche gekocht waren, Stimmen gegeben, die meinten, man brauche gar keinen Ortsbeirat.

Zur Wahl gestellt hatte sich die Wählergemeinschaft „Freiwillige Feuerwehr Behrensdorf“ mit den in der Kommunalpolitik erfahrenen Kandidaten Peter Borngräber, Manfred Fraenkel und Axel Zeschmann. Quasi in letzter Minute gesellte sich noch Cornelia Stotz als Einzelkandidatin und kommunalpolitischer Neuling dazu. Die 46-Jährige erhielt mit 87 Stimmen den größten Zuspruch. Von der Wählergemeinschaft, die 71 Stimmen bekam, hatte der Kaufmann Manfred Fraenkel mit 35 die meisten Stimmen. Stotz und der 67-jährige Fraenkel vertreten nun als Duo die Interessen der Dorfgemeinschaft, wobei Cornelia Stotz bereits vor der Wahl bekräftigt hatte, dass sie den Anliegen der Wählergemeinschaft voll zustimme. „Wir haben mit je einem Sitz die gleichen Rechte“, ist sich Manfred Fraenkel im Klaren. „Ich hätte den Anspruch auf das Amt des Ortsvorstehers stellen können, aber ich bin nicht angetreten, um König von Behrensdorf zu werden, sondern ich will einfach nur, dass es weitergeht.“ Er habe ihr den Vortritt gelassen und das bereits im Vorfeld geregelt.

Cornelia Stotz hat die größere Verantwortung gern auf sich genommen. „Das bin ich den Wählern schuldig, weil ich die meisten Stimmen bekommen habe“. Die gelernte Köchin, die erst seit einem Jahr in Behrensdorf lebt, fügt hinzu: „Ich werde jedoch nichts allein unternehmen, sondern alles nur mit Manfred Fraenkel zusammen. Wir wollen die Dorfgemeinschaft stärken.“ Sie weiß: „Es wird ein steiniger Weg.“

Die erste gemeinsame Aktion der beiden ist die Ortsbeiratssitzung mit Bürgerbefragung am 4. November. Im Vorfeld können die Behrensdorfer Fragen und Anregungen schriftlich abgeben. „Die Bürger sollen Tuchfühlung mit uns aufnehmen können, Frau Stotz beschnuppern, die noch nicht so lange hier ist, und uns sagen, was sie wollen“, erklärt Manfred Fraenkel. Auch sei es wichtig, Missverständnisse im Ort durch das Gespräch auszuräumen. Bei den handfesten Aufgaben stehen die Gestaltung des Dorfplatzes und der Ausbau eines Dorfgemeinschaftsraumes an erster Stelle. „Beides wird jetzt im Rahmen der Möglichkeiten der Gemeinde zeitnah vorangetrieben“, verspricht die Ortsvorsteherin. Weiterhin gebe es die „Tagesgeschäfte“, die da beispielsweise die Reparatur von Wegen und Straßen beträfen sowie die Wartung der teuren Entwässerungsanlage, welche in der Vergangenheit nicht konsequent erfolgt sei. Künftig sollen auch gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Feste zur Stärkung der Gemeinschaft im Ort organisiert werden. Ganz wichtig allerdings ist beiden: „Wir hoffen auf die Bürger, dass sie mit uns zusammen wirken“, so die Ortsvorsteherin.

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