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Kleine Grundschule Königshorst: Schüler müssen nicht aufgeteilt werden

11.05.2011, 06:13 Uhr - Aktualisiert 11.05.2011, 06:13
königshorst () Königshorst (zig) – Einschüler wird es an der Kleinen Grundschule Königshorst in diesem Schuljahr zwar nicht geben. Eine Schließung der Einrichtung und das Aufteilen der bislang dort lernenden Schüler ist aber vorerst vom Tisch.

Das sind die Ergebnisse des Gesprächs im Staatlichen Schulamt in Perleberg, das Fehrbellins Bürgermeisterin Ute Behnicke am Dienstag führte. Als „sehr konstruktiv“ bewertete Behnicke daher gestern auch die Aussprache.

Schulamtsleiter Karl-Heinz Kowalzik habe ihr „versprochen, dass es im nächsten Schuljahr auf jeden Fall ein Aufnahmeverfahren für Einschüler an der Grundschule geben wird“, so Behnicke. Mehr könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht getan werden. Der Rest liege nun bei den Eltern. Sollten sich 2012 genügend Interessenten für eine neue erste Klasse finden, könnte in Königshorst wieder eingeschult werden.

Als großes Entgegenkommen des Schulamtes wertete Behnicke, dass das Aufteilen der jetzigen Königshorster Grundschüler vom Tisch sei. Denn die langen Wege, die dadurch für die Kinder entstanden wären, waren der Hauptkritikpunkt der Eltern. Deswegen hatten sie unter anderem eine Unterschriftensammlung gestartet, die beim Bildungsministerium in Potsdam eingereicht wurde. Eine Reaktion haben die besorgten Eltern bislang aber noch nicht erhalten. Ihrem Wunsch zumindest wurde aber nun entsprochen.

„Ich sehe das als ganz, ganz großen Hoffnungsschimmer“, so Fehrbellins Bürgermeisterin. „Es ist das Beste, was bei den Gesprächen herauszuholen war.“ Sie knüpft nun ihr Hoffnungen daran, dass spätestens mit der flächendeckenden Einführung der Inklusion an allen Schulen in Brandenburg der Platzbedarf steigt. Sie vermutet, dass die Klassenfrequenzen dann abgesenkt werden, um dem möglicherweise höheren Förderbedarf körperlich Benachteiligter gerecht zu werden. „Dann wird man vielleicht noch froh sein, dass es die Kleine Grundschule gibt.“

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