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Kyritzer BdV-Mitglieder besuchten während einer Rundreise das Bredow-Dorf Görne

19.05.2011, 06:13 Uhr - Aktualisiert 19.05.2011, 06:13
görne () Görne – „Hören sie das Muh-Muh der Kühe“, fragte Werner Bader seine Besucher, die es sich im Görner Grafenstall gemütlich gemacht hatten. Jenem Gebäude das einst der Familie von Bredow als Kuhstall diente. Hier begrüßte Bader am Mittwoch Mitglieder des Bundes der Vertriebenen aus Kyritz. Von Christin Schmidt

„Ist von Ihnen jemand älter als 89 Jahre? Nein. Dann bin ich der Älteste, Sie sind alle noch junge Leute“, scherzte der Journalist und Vorsitzende des Kulturfördervereins Mark Brandenburg, Werner Bader. Indes waren seine Gäste - 48 Mitglieder des Kreisverbandes Kyritz vom Bund der Vertriebenen - alle samt im besten Rentenalter.

Die Männer und Frauen waren am Mittwochmorgen im Reisebus nach Görne gekommen, wo Bader sie gemeinsam mit Vereinskollegin Ingrid Bargel willkommen hieß. Erste Station war natürlich die Fontane-Büste auf dem Fontane-Platz, direkt neben dem einstigen Wohnsitz der Familie von Bredow. „Die märkischste aller märkischen Familien“, zitierte Bader Theodor Fontane. Zweimal residierte der Heimatdichter zu Recherchezwecken in Görne und lernte dabei auch die Bredows kennen. Mit dieser und vielen anderen Geschichten aus der Region, aber auch aus seinem eigenen Leben, unterhielt der Gastgeber die Touristen, während Kaffee und Kuchen serviert wurden. Der ehrenamtliche Kulturbotschafter nutzte zudem die Gelegenheit das Projekt „Märkische Dichterstraße“ vorzustellen. Der zur Café- und Lese-Bibliothek ausgebaute Grafenstall soll das Zentrum des Wegenetzes werden.

„Er wurde dreimal abgeschossen und ist immer noch am Leben, er leitete die Deutsche Welle und hat die ganze Welt bereist. Er hat viel erlebt und viel zu erzählen, und wir alle achten ihn sehr“, so Alfons Zeh, stellvertretender Vorsitzender des Vereins. Bader war selbst bis 1999 Vorsitzender der Landsmannschaft Berlin/Mark Brandenburg und gehörte dem Vorstand des Bundes der Vertriebenen in seinem geliebten Heimatland an. Nach dem Besuch in Görne fuhr die Reisegruppe nach Stölln weiter und anschließend zum Kolonistenhof in Großderschau.

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