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Zweimalige Verlängerung in Borgsdorf / Altlandsberg gewinnt 42:41 und ist eine Runde weiter

Wunder brauchen etwas mehr Zeit

Ferenc Remes Trainer beim MTV Altlandsberg
Ferenc Remes Trainer beim MTV Altlandsberg © Foto: Edgar Nemschok
Georgios Tsapanos / 23.11.2011, 22:49 Uhr
Borgsdorf/Altlandsberg (MOZ) Die Handball-Männermannschaft des MTV Altlandsberg setzte sich in der 2. Hauptrunde des HVB-Landespokals gegen den Verbandsligisten FSV Forst Borgsdorf mit 42:41 (12:12/31:31/36:36) – nach zweimaliger Verlängerung – durch.

Ein Handballspiel dauert im Pokalwettbewerb auch schon mal 80 Minuten. „Das Ganze sieht aus, als hätte man die Jungs mit Gewalt vom Sonntagskuchentisch geholt und gegen ihren Willen auf die Platte gezwungen“, so die Umschreibung der ersten Hälfte von MTV-Teammanager Björn Jürgens. Zur Halbzeit stand es 12:12. Bester beim MTV war bis dahin Sascha Fink.

In der zweiten Hälfte wurde, zumindest aus Sicht des MTV, nichts besser. Wie im ersten Durchgang dauerte es fünf Minuten, ehe die Altlandsberger-Angriffsreihe die nach Oranienburg mitgereisten Fans zum ersten Mal jubeln ließ. Da stand es aber schon 15:12 für den ungeschlagenen Tabellenführer der Verbandsliga Nord. Ein Vorsprung, dem der ebenfalls ungeschlagene Tabellenführer der höherklassigen Brandenburgliga bis zur 56. Minute (30:28 für den FSV) hinterherrannte. Und dass davon überhaupt die Rede sein kann, verdankten die Grün-Weißen hauptsächlich Jonas Neldner, der sich in diesen 30 Minuten gleich fünfmal mit Macht durchsetzen konnte.

Und dann, vier Minuten vor dem üblichen Ende, schlug endlich die Stunde von Stefan Kurths und Robert Klatt, von denen man bis dahin kaum etwas gesehen hatte. Erst donnerte Klatt die Kugel ins gegnerische Netz (29:30), dann rettete Kurth gleich zweimal binnen 30 Sekunden vom Kreis das Unentschieden (30:30 und 31:31). In der Verlängerung wurde die Begegnung in der schicken Oranienburger MBS-Arena endlich zur erhofften Pokalpartie. Nach fünf Minuten Verlängerung stand es immer noch unentschieden (34:34). Nach zehn Minuten 36:36. Weitere zweimal fünf Minuten Nachspielzeit. Der Spielstand in der nun schon 75. Minute: 38:38. In der 79. Minute bewies Klatt Nervenstärke und verwandelte seinen dritten Siebenmeter zum 41:41.

In den letzten 20 Sekundenüberstürzten sich die Ereignisse. Erst verwandelte Sven Haase kaltblütig. Der MTV führte 42:41. Aber der FSV Forst hatte den Ball und noch genügend Zeit für einen letzten Angriff. Der geht zwar daneben, aber die Unparteiischen geben, im Grunde schon in der 81. Minute, einen völlig berechtigten Siebenmeter für die Gastgeber. MTV-Coach Ferenc Remes gab zu, „da habe ich mir schon überlegt, wer unsere Schützen für ein Siebenmeter-Werfen sein werden. Aber Torhüter Daniel Braun verunsicherte den bis dahin so sicheren Borgsdorfer Siebenmeter-Schützen derart nachhaltig, dass der tatsächlich verwarf. Einen Augenblick lang konnte kaum jemand in der Halle glauben, dass dieses Spiel tatsächlich zu Ende sein sollte. Aber bei allem MTV-Jubel bleibt das Fazit: nicht die Besseren, sondern die Glücklicheren haben gewonnen.

MTV Altlandsberg: Daniel Braun (Tor), Karsten Sattler (Tor), Christian Szameit (Tor), Felix Erdmann, Sascha Fink 9/4, Lucien Fischer, Paul Gronwald 2, Sven Haase 8, Gunnar Kunze, Robert Klatt 6/3, Stefan Kurth 7, Jonas Neldner 8, Dominic Witkowski 2

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