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Weihnachtsmärkte in Fürstenberg, Himmelpfort und Zehdenick trotzten dem Wetter

Regenschirm und Stolle

Unverzichtbar: der Regenschirm gehörte am Wochenende zur Grundausstattung auf den Weihnachtsmärkten. Foto: Winkler
Unverzichtbar: der Regenschirm gehörte am Wochenende zur Grundausstattung auf den Weihnachtsmärkten. Foto: Winkler © Foto:
Daniel Dzienian / 04.12.2011, 20:50 Uhr - Aktualisiert 05.12.2011, 10:08
Bredereiche / Fürstenberg/Havel / Himmelpfort / Zehdenick (MZV) Alle Jahre wieder die gleiche Frage: Welcher Weihnachtsmarkt will besucht werden. Am Wochenende gab es im Nordkreis die Qual der Wahl – Fürstenberg, Bredereiche Himmelpfort? Oder doch lieber nach Zehdenick?

Auch wenn es schon eine ziemlich positive Einstellung brauchte, um sich bei Regenwetter weihnachtlich zu fühlen, fiel einigen die Entscheidung leicht: Die Kinder liebten vor allem Himmelpfort. Ganz klar. Denn da ist doch der Weihnachtsmann in seinem Postamt anzutreffen. Aus ganz Oberhavel, Berlin oder zumindest Neustrelitz reisten zahlreiche Dreikäsehochs mit ihren Eltern an, um dem Rauschebart ihre Wunschzettel persönlich zu übergeben. Direkt konfrontiert mit dem Mann in Rot, versteckten sich einige dann aber doch hinter den Mamas und Papas, ein wenig ängstlich, aber auch ehrfürchtig. Der Bärtige war aber ganz nett, sprach mit den Kleinen und nahm ihre Listen mit den Wünschen entgegen. Die ganz Mutigen trugen sogar ein Gedicht vor.

Ganz eifrig dabei waren die goldenen Helfer des Weihnachtsmannes. An einem Tisch beantworteten sie unzählige Briefe aus der ganzen Welt. Fünf Frauen mussten her, um die Post zu sichten und den vielen Kindern aus aller Welt zurückzuschreiben.

Nach dem Besuch beim Weihnachtsmann zogen viele aufgrund des schlechten Wetters die Weihnachtsstube dem kleinen Himmelpforter Wichtel-Weihnachtsmarkt vor. Dort konnte mit Filz gebastelt werden. Währenddessen blieben die Buden auf dem Klosterhof etwas leer. Petrus’ Regengüsse machten Besuchern wie Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung. Ein Glühwein und eine knackige Bratwurst wurden aber trotzdem verzehrt. Dann musste das Wohlbehagen also von innen kommen.

Das miese Wetter war auch Grund für die Bredereicher, ihren Weihnachtsmarkt gleich ganz in die Feuerwehrwache zu verlegen. Drinnen oder draußen – das bunte Karussell zog die Lütten magisch an. Es drehte sich und drehte sich. Wie die Besucher ihre kurzen Runden durch die Wache, vorbei an frischem Kuchen. Weihnachtliche Musik sorgte trotzdem für die nötige Stimmung.

Frisches Backwerk gab's auch in Fürstenberg. Ein riesiger Stollen von der Bäckerei Eckardt wurde traditionell vom Bürgermeister der Wasserstadt angeschnitten. Viele Besucher sammelten sich um die kleine Bühne, um Robert Philipp (parteilos) und Knecht Ruprecht dabei zuzusehen, wie sie der prächtigen Süßigkeit beikamen. Stadtchef und Rauschebart übernahmen denn auch gleich das Verteilen. Allerdings hatten die Besucher meist nur eine Hand frei. Mit der anderen galt es den Regenschirm festzuhalten.

Die Turmbläser, die Havelfürsten und Kinder der Drei-Seen-Grundschule musizierten. Spielten gegen das Regenwetter an. Im letzten Jahr hatte Fürstenberg noch Glück: Schnee lockte die Massen auf ihren Weihnachtsmarkt. Beides blieb in diesem Jahr aus. Alle Jahre wieder heißt eben auch alle Jahre wieder eine neue Wetterüberraschung.

Die Zehdenicker ließen sich ebenfalls nicht unterkriegen vom Wetter. Sie hörten sich trotzdem Musik auf der Bühne an und verdrückten Grünkohl, Grillwurst oder gebrannte Mandeln. Am Sonntag ließ sich in der Havelstadt dann sogar noch ein Weihnachtsmann blicken, der weder Schlitten noch Rentiere braucht, sondern lieber ein Skateboard nahm. Die Skate-Dummies aus Berlin nutzten die Stadt als Kulisse, um ein Video zu drehen. Am Nachmittag waren sie bereits in Kostüm per Wakeboard auch auf der Havel unterwegs.

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