Kunersdorf (MOZ) Der Kunersdorfer Musenhof erwacht zum Frühjahr aus dem Winterschlaf und blickt schon jetzt auf ein ereignisreiches Jahr voraus: Zum 200. Mal jährt sich das Datum, an dem Adelbert von Chamisso dort seine Novelle "Peter Schlemihls wundersame Geschichte" schrieb.
Dass sich das Datum, an dem die wundersame Geschichte des Peter Schlemihl aufgeschrieben wurde, zum 200. Mal jährt, nimmt der Kunersdorfer Musenhof zum Anlass, einen Blick zurück zu werfen. In die Zeit, als der deutsch-französische Dichter Adelbert von Chamisso im Sommer 1813 in der Bibliothek des Cunersdorfer Schlosses schrieb. "Lichtenstein, der ehemalige Direktor des Botanischen Gartens zu Berlin, vermittelte den Aufenthalt Chamissos in die vollkommene Abgeschiedenheit auf dem Lande. Auf das Gut des Ehepaares Peter Ludwig und Henriette Charlotte von Itzenplitz", berichtet die heutige Bewohnerin des geschichtsträchtigen Ortes, Margot Prust.
Während seines Aufenthaltes habe Chamisso ein Herbarium sowie ein Verzeichnis der Oderbruchpflanzen und aller kultivierten Pflanzen im Park angelegt. "Aus Muße und Langeweile schrieb er eine Märchennovelle, Peter Schlemihls wundersame Geschichte, die für die Kinder seines Freundes und Verlegers Julius Eduard Hitzig bestimmt war", erinnert Margot Prust.
Bis heute wurde die Novelle in verschiedenen Werksausgaben, zahlreichen Übersetzungen und unterschiedlichen Verlagen über 400-mal veröffentlicht. "Eine Premiere ist jedoch der trans-kribierte Faksimile-Druck, der im Findling Verlag erscheinen wird", freut sich Margot Prust.
Gemeinsam mit interessierten Besuchern, aber auch mit Wissenschaftlern aller Couleur sowie den Mitgliedern der Chamisso-Gesellschaft will sich der Kunersdorfer Musenhof in diesem Jahr auf die Spurensuche des Schlemihls begeben.
Weitere Informationen zur Chamisso-Gesellschaft unter www.chamisso-gesellschaft.de.
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