schließen
Meine Lokalnachrichten
Wählen Sie Ihren Nachrichten-Schwerpunkt direkt über das Suchfeld oder die Liste der Lokalredaktionen.
Bad Freienwalde (MOZ) Wie schwierig haben es Rollstuhlfahrer, in der beliebtesten Bad Freienwalder Einkaufstraße, der Königstraße, einkaufen zu gehen bzw. zu fahren? Dieser Frage widmet sich seit Dienstag das gemeinsames Projekt "Barriere-Detektive" des Lokalen Bündnisses für Familie in Bad Freienwalde mit vier Schulen. Maren Köpke vom Koordinierungsbüro des Bündnisses im OFFI versammelte deshalb Schüler aus dem Evangelischen Johanniter-Gymnasium Wriezen, der Albert-Schweitzer-Schule mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt Lernen und des Bertolt-Brecht-Gymnasiums Bad Freienwalde in der Laurentius-Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt Lernen. "Wir verbinden dabei Theorie und Praxis, wie sich das bei diesem Thema anbietet", sagt Maren Köpke.
So erarbeiteten sich die Schüler zunächst gemeinsam Kriterien für Barrierefreiheit und Behindertenfreundlichkeit. Mit farbigen Zetteln hefteten sie an die Pinnwände, für wen das überhaupt wichtig ist: Menschen mit körperlichen Behinderungen generell, nicht nur Rollstuhlfahrer, stellten sie fest. Auch Sehbehinderte müssen viele Barrieren überwinden, aber auch Mütter mit Kinderwagen und Senioren wünschen sich ebenerdige und stufenfreie Zugänge, Türen, die sich bei Annäherung selbst öffnen und weniger Schnee, Schlaglöcher und Streusand auf den Fußwegen.
In gemischten Gruppen und ausgerüstet mit zwei Rollstühlen, begaben sie sich auf Expedition in die Altstadt. Schweitzer-Schüler Steven schob den Rollstuhl, auf dem der Wriezener Gymnasiast Hannes saß. Die Freienwalder Gymnasiastin Sarah staunte nicht schlecht, wie hoch selbst flach aussehende Bordsteinkanten sein können. Wie ihre Klassenkameradinnen Lydia und Lara sieht sie nun manchen Geschäftseingang in der Altstadt mit ganz anderen Augen.
Die Lehrer Marlen Wahren vom Wriezener und Gudrun Fenger vom Freienwalder Gymnasium sowie Frank Eiseler von der Schweitzer- und Sandra Hinkelmann von der Laurentius-Schule sehen ihre Schützlinge mit Freude zusammenarbeiten: "Zwischen ihnen gibt es jedenfalls keine Barrieren", sagt Gudrun Fenger. Bis zum 7. Mai werden die Kinder und Jugendlichen ihre Forschungen betreiben, dann wird ausgewertet, welches Geschäft künftig eine Urkunde mit einem Aufkleber für vorbildliche Barrierefreiheit zieren soll.
Sie haben sich seit Wochen mit den Freienwalder und Wriezener Geschäften befasst: Die Barrieredetektive aus vier Schulen machten den Rollstuhltest. ... mehr
Jugend- und Jugendsozialarbeit leistet die Stiftung Sozialpädagogisches Institut (SPI) für die Stadt Bad Freienwalde und das Amt Falkenberg-Höhe. ... mehr
Mehr Mühe als gedacht hatten die drei führenden Teams der Fußball-Kreisliga am vorletzten Spieltag. Dennoch wahrten Rhinow / Großderschau, Schönberg... mehr
Bei einem der großen Arbeitgeber der Stadt, der Perfekta Großwäscherei, hat sich am Montagabend der SPD-Ortsverein umgeschaut. Inhaber Matthias Kühn zeigte bereitwillig den ganzen Betrieb und begründete, warum es keinen Betriebsrat gibt. Der... mehr