Bad Freienwalde (MOZ) Für die Frauen in der Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes in der Eberswalder Straße ist die Arbeit derzeit nicht ganz ungefährlich: Beim Auspacken der blauen Säcke, die in einem in Altranft aufgestellten Altkleidercontainer waren, griff eine Kollegin in Glasscherben. Derart vorgewarnt, öffneten die Mitarbeiterinnen die Säcke aus diesem Container dann gleich auf dem Hof der Geschäftsstelle neben den Mülltonnen: Kabel und ein zertrümmertes Telefon, zerschnittene Motorradreifen und eine zerbeulte Auto-Luftpumpe kamen zum Vorschein. Dazwischen ein Steppbett, das durch die üblen Beigaben so verschmutzt war, dass es unbrauchbar ist.
Aus einem Altranfter Altkleidercontainer stammen diese Abfälle, die die Leiterin der Freienwalder Geschäftsstelle des DRK-Kreisverbandes Märkisch-Oderland-Ost, Birgit Wiedmann, und Mitarbeiterin Liane Fenske hochhalten.
"Das ist wieder ein besonders krasser Fall von Abfall im Altkleidercontainer", sagt Liane Fenske. "Die Leute wollen sich die Entsorgungskosten sparen, bedenken aber nicht, dass wir als DRK ja auch nur bedürftigen Menschen helfen wollen. Jetzt haben wir noch weniger Mittel zur Verfügung, weil wir die Entsorgung bezahlen müssen." Rund 30 Altkleidercontainer stehen im Einzugsbereich der Freienwalder Rot-Kreuz-Mitarbeiter. Sie bitten eindringlich darum, nur saubere und noch verwendbare Kleidungsstücke und Schuhe einzuwerfen.
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