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Christina Schmidt 24.09.2013 07:55 Uhr
Red. Bad Freienwalde, freienwalde-red@moz.de

heimat/lokalredaktionen/bad-freienwalde/artikel1/dg/0/

CDU und Piraten haben bei jungen Leuten die Nase vorn

Bad Freienwalde/Wriezen (MOZ) Auch wenn sie nicht an der Bundestagswahl 2013 teilnehmen durften, die Gymnasiasten aus Bad Freienwalde und Wriezen haben bei der Juniorwahl ein starkes Signal ausgesandt. Zusammen mit insgesamt einer halben Million Gleichaltriger haben sie in der Woche vor dem Wahlsonntag ihre Stimme abgegeben. Und dabei ihre Wählergunst, wenn auch weniger deutlich als bei der "echten" Wahl, vor allem an die CDU verteilt, wie sich bei der Veröffentlichung der Ergebnisse zeigt. Die Piraten standen ebenfalls hoch im Kurs.

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Während Philipp Fischer wählt, achtet Clara Fuhrmann auf einen ordnungsgemäßen Ablauf.

© Mathias Lillge

"Kleiner" Unterschied zur "großen" Politik: Am Montag dreht sich in den Gymnasien von Bad Freienwalde und Wriezen noch alles um die Wahl. Knut Hofmann, Pädagoge aus dem Bertolt-Brecht-Gymnasium Bad Freienwalde, ist nach wie vor begeistert: "Alle Schüler waren aktiv dabei, sehr gut informiert, sodass die Wahlbeteiligung von fast 88 Prozent zustande kam. Damit haben die Schüler es ihren Eltern vorgemacht, denn es ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass ihre Stimmen vor allem Symbolwert haben."

Von den 251 Wahlberechtigten gaben 220 Schüler ihre Stimmen ab. Absoluter Sieger bei der Jugend in der Kurstadt: Die Piraten. Sie konnten 25 Prozent verbuchen. CDU und Die Linke erhielten jeweils 19 Prozent, die SPD 13 sowie die Grünen 11 Prozent. Hans-Georg von der Marwitz von der CDU punktete bei den jungen Leuten. Mit deutlicher Mehrheit von 64 Stimmen erhielt er das fiktive Direktmandat. Dagmar Enkelmann (Die Linke) erhielt 39, Olaf Mangold (SPD) 34 Stimmen. Jonathan Dehn von den Piraten erzielte mit 37 Erststimmen einen bemerkenswerten Achtungserfolg.

Ein ähnliches Votum zeigt sich im Wriezener Johanniter-Gymnasium. Auch wenn die Piraten mit 20,3 Prozent der Stimmen dort nur den zweiten Platz erlangten. Von den 251 Wahlberechtigten votierten hingegen 29,2 Prozent für die CDU. Hans-Georg von der Marwitz war auch bei den Wriezener Gymnasiasten der Spitzenreiter bei den Erststimmen. Die Grünen wurden drittstärkste Kraft, dann folgten SPD und Linke. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 87 Prozent.

Deutschlandweit hat sich die Mehrheit der jungen Leute - die 88,5 Prozent wählten mit - für die Christdemokraten entschieden. 24,5 Prozent der rund 493 000 gültigen Stimmen der zukünftigen Wähler entfielen auf die Partei von Kanzlerin Angela Merkel. Zusammen mit der CSU, die 1,7 Prozent erhielt, ergibt das ein Ergebnis von 26,2 Prozent. Mit 22,2 Prozent folgen die Sozialdemokraten nur wenig dahinter. Hätten die Jugendlichen das Sagen, sähe die Zusammensetzung des Bundestages gänzlich anders aus: Drittstärkste Kraft wären mit 16,6 Prozent die Grünen, 12,2 Prozent erhielten die Piraten, die Linke hätte 6,2 Prozent verbucht, und auch die Liberalen würden sich mit 5,7 Prozent auf der Regierungsbank wiederfinden. Von den übrigen Parteien konnten lediglich die Tierschutzpartei mit 1,7, die Alternative für Deutschland mit 2,4 und die NPD mit 3 Prozent mehr als eine Null vor dem Komma verbuchen.

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