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Iris Stoff 25.01.2013 06:55 Uhr
Red. Beeskow, beeskow-red@moz.de

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Ärger wegen 15 Fehlalarmen

Storkow (MOZ) Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren in der Stadt Storkow und ihren Ortsteilen mussten 2012 zu deutlich weniger Einsätzen ausrücken als im Jahr davor. Insgesamt 97 Mal wurden sie auf den Plan gerufen. 2011 hatte es dagegen noch 125 Alarmierungen gegeben.

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© MOZ/Jörn Tornow

"Es war ein gutes und ruhiges Jahr, was das Einsatzgeschehen betrifft", blickt der Storkower Stadtwehrführer Frank Ebert auf die abgelaufenen zwölf Monate zurück. Bei den 97 Einsätzen galt es 22 Brände zu löschen und 75 Mal zu technischen Hilfeleistungen auszurücken. Unter den Bränden waren fünf Wohnungsbrände, ein Brand in einer Firma, vier Waldbrände und zwölf sonstige Brände. Dazu zählt auch die in Brand geratene Bratpfanne bei zwei älteren Damen in einem Ort bei Storkow. "Als die Feuerwehr kam, hatten die Frauen das Feuer schon mit einer Decke ausgedrückt", schildert Frank Ebert. Schon als Kinder hätten sie von der Mutter gelernt: In der Küche wird nicht mit Wasser gelöscht. "Die Rentnerinnen haben genau richtig gehandelt", zollt Frank Ebert Anerkennung. "Eine Fettexplosion ist nämlich das Schlimmste, was es gibt."

Auf das Konto der technischen Hilfeleistungen, die von Feuerwehrleuten aus Storkow und den Ortsteilen erbracht wurden, kommen zehn Einsätze zur Beseitigung von Ölspuren auf den Straßen und einmal im Kanal. 14 Mal mussten sie nach Verkehrsunfällen ausrücken. Ein Schwerpunkt sei da nach wie vor der Abzweig von der L 23 nach Kummersdorf, sagt der Stadtwehrführer. 25 Mal waren Sturm- und viermal Wasserschäden zu beseitigen. Auch eine Katze wurde gerettet, die sich in einem angekippten Fenster eingeklemmt hatte.

Leider habe es auch 15 Fehlalarme gegeben, so Frank Ebert. Sechsmal reagierten Brandmeldeanlagen fälschlicherweise und neunmal war es blinder Alarm. So sollte es auf der Binnendüne brennen, und als die Feuerwehrleute ankamen, war nichts. "Dabei werden sinnlos Kapazitäten gebunden, die Feuerwehrleute aus dem Schlaf oder von der Arbeit geholt", ärgert sich der StorStadtwehrführer.

In den Wehren von Storkow und den Ortsteilen der Stadt gibt es derzeit nach Angaben von Frank Ebert 274 aktive Mitglieder, darunter 38 Frauen. Zur Alters- und Ehrenabteilung gehören 71 Kameraden, und in den sechs Jugendfeuerwehren (Storkow, Groß Eichholz/Kehrigk, Philadelphia/Alt Stahnsdorf, Kummersdorf, Limsdorf und Schwerin) sind 84 Mädchen und Jungen aktiv. Außerdem schnuppern in Storkow und Groß Eichholz bereits elf Löschkids Feuerwehrluft.

Die Wehren sind in drei Löschbezirke gegliedert, die auch gemeinsam Übungen veranstalten. Zum ersten Löschbezirk gehört die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Storkow. Im zweiten Löschbezirk sind die Ortswehren aus Philadelphia, Groß Schauen, Görsdorf, Kummersdorf, Alt Stahnsdorf, Rieplos, Wochowsee und Klein Schauen zusammengefasst, und zum dritten Löschbezirk gehören die Wehren aus Bugk, Groß Eichholz, Limsdorf, Kehrigk, Schwerin und Selchow.

Auf die Ausbildung sei 2012 ebenfalls großer Wert gelegt worden, betont der Stadtwehrführer So seien zwei Gruppenführer, sechs Truppführer, zehn Sprechfunker, fünf Atemschutzgeräteträger und vier Maschinisten ausgebildet worden. Vier Kameraden hätten den Lehrgang Technische Hilfeleistungen absolviert. Zwei neue Fahrzeuge seien angeschafft worden, für deren Kauf gab es jeweils 50 Prozent Förderung vom Land. Alt Stahnsdorf bekam so ein TSF/W und Görsdorf ein LF 10/6. "Die beiden alten Fahrzeuge wurden verkauft", sagt Frank Ebert. "Vom Erlös konnten vier Atemschutzgeräte angeschafft werden."

Derzeit ist der Gefahrenabwehrplan für Storkow und die Ortsteile in Arbeit, soll in den nächsten Wochen diskutiert und dann im Parlament beschlossen werden.Großes Thema ist dabei auch die Tageseinsatzbereitschaft.

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