Beeskow (MOZ) Die Vereine "Barnsdorf 1460" und "Combinat Ton" erhalten dieses Jahr mehr Geld, um Veranstaltungen durchzuführen. Der Kulturausschuss der Stadt Beeskow befürwortete einen Zuschuss in Höhe von 700 Euro an den Bahrensdorfer Verein, der seit mehreren Jahren ein beliebtes und gut besuchtes Straßenfest organisiert. Bisher hatte der Verein für die Ausrichtung des Festes, das immer auf dem Geländer der TÜV-Akademie durchgeführt wird, eine jährliche Projektförderung in Höhe von 500 Euro erhalten. "Die Veranstaltung hat sechs Mal stattgefunden, ist etabliert und richtet sich an ein breites Publikum", bestätigte Bürgermeister Frank Steffen. Somit passe der Antrag gut in die "Projektförderung", eine der vier Säulen der Vereinsförderung der Stadt Beeskow. Das Bahrensdorfer Straßenfest reihe sich ein in bestehende Feste, wie das Koloniefest oder die Walpurgisnacht.
Der Verein Combinat Ton hatte einen Zuschuss zum zweiten Pfingstfest und zu einer neuen Veranstaltung namens den "Combilympics" in Höhe von 1000 Euro beantragt. Die Regelung sollte laut Antrag für drei Jahre gelten. Dem wollten die Abgeordneten des Kulturausschusses so nicht zustimmen. Stattdessen einigte man sich auf eine einmalige Bezuschussung in Höhe von 500 Euro. "Wir wollen erst mal sehen, wie diese Veranstaltungen anlaufen", so der Tenor der Abgeordneten.
Neben der Vereinsförderung wurde auch über die Ausgestaltung des diesjährigen Weihnachtsmarktes gesprochen. Hintergrund ist, dass der mehrjährige Vertrag mit dem Veranstaltungsbüro "dies&das" turnusmäßig ausgelaufen ist. Die Abgeordneten stimmten einstimmig dafür, an dem Veranstalter, der seinen Willen, den Markt weiterhin zu organisieren, im Vorfeld der Stadt mitgeteilt hatte, festzuhalten. Dennoch wurde über Details diskutiert, so auch über eine mögliche Verschiebung des Termins. Nach der Aussprache entschieden die Abgeordneten jedoch, das erste Advents-Wochenende beizubehalten. "Ein so früher Termin ist auch gut als Einstimmung der Adventstürchenaktion", meinte die Ausschuss-Vorsitzende Rosemarie Jurisch. Auch wolle man an der Kombination mit der Kirchenweihnacht nicht rütteln. Als eine Verbesserung wurde die Einführung von Mehrweg-Geschirr in die Debatte eingebracht. Damit solle die Müll-Problematik entschärft werden. Verbesserungsbedarf wurde auch bei der weihnachtlichen Dekoration angemeldet. Die beiden Abgeordneten Hanka-Matthea Ast-Lehmann und Martina Däumler forderten eine Veränderung beim traditionellen Stollenanschnitt. Um "Gerangel" um die Gratis-Stücke zu vermeiden, solle eine Spende für einen guten Zweck eingefordert werden. Bürgermeister Steffen sagte, ihm schwebe eine kindgerechtere Programmgestaltung des Weihnachtsmarktes vor.
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Den Schmiedezaun durchbrochen Eine 67-jährige Autofahrerin hat am Dienstag gegen 17.30 Uhr in dem Taucher Ortsteil Sawall einen nicht alltäglichen Verkehrsunfall... mehr
Viel Applaus und lobende Worte erhielt Freya Klier für ihren Film "Wir wollen freie Menschen sein" am Mittwochabend auf der Burg. Einige Besucher schilderten danach ihre persönlichen Erinnerungen an den Volksaufstand in der DDR am 17. Juni 1953. Roland Smolka war extra zu diesem Filmabend aus Cottbus gekommen. Als der bewegende 45-minütige Streifen endete, musste der 70-Jährige von dem traurigen Schicksal seines Bruders Manfred erzählen, der 1960 mit dem Fallbeil hingerichtet worden war. Manfred Smolka war 1958 aus der DDR geflüchtet und kehrte 1959 noch einmal kurz zurück, um Frau und Tochter nachzuholen. Dabei wurde er erwischt und wegen angeblicher Militärspionage zum Tode verurteilt. "1993 wurde mein Bruder rehabilitiert", sagte Roland Smolka, "aber die Schuldigen, Hockecker und Co. sind niemals bestraft worden. Das treibt mich noch heute um, ich komme nicht zur Ruhe." Wäre der Volksaufstand am 17. Juni geglückt, so glaubt Roland Smolka, hätte sein Bruder noch am Leben sein können.... mehr