Dienstag, 29. Juli 2014
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Iris Stoff 31.01.2013 06:48 Uhr
Red. Beeskow, beeskow-red@moz.de

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Ein Raum zum Treffen fehlt

Storkow (MOZ) Im großen Rathaussaal, wo sonst das Stadtparlament berät und über die Geschicke der Kommune entscheidet, gab es gestern eine Zusammenkunft in Sachen Stadt ganz anderer Art. Die Schülersprecher der Klassen 7 bis 10 der Europaschule trafen sich zu einer Zukunftswerkstatt, die heute noch fortgeführt wird. Auch die Sozialarbeiter der Stadt sind als Gäste mit dabei.

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Bunte Palette von Ideen: Storkower Schülersprecher treffen sich bis Donnersag zur Zukunftswerkstatt.  

Bunte Palette von Ideen: Storkower Schülersprecher treffen sich bis Donnersag zur Zukunftswerkstatt.

© MOZ/Iris Stoff

Auf dem Fußboden waren große Plakatblätter ausgebreitet, auf denen die Jugendlichen die Ergebnisse ihrer vorangegangenen Diskussionen bildlich dargestellt haben. Betreut wird die Zukunftswerkstatt von Karin und Jürgen Lorenz vom Brandenburgischen Institut für Gemeinwesenberatung. Unter dem Motto: "Storkow (k)ein Ort für Jugend" ging es in in drei Gruppen in mehreren inhaltlichen Schritten voran. Zunächst trugen die jungen Leute zusammen, was ihnen alles nicht so gefällt, was sie vermissen. Da kam einiges zusammen: Alles Geld werde in die Burg gesteckt, für die Jugend sei nichts übrig, die Turnhalle in der Schule sei in einem schlimmen Zustand, es gäbe keinen Imbiss in Schulnähe hieß es zum Beispiel. Sie hätten in Storkow nicht die Möglichkeit, einen eigenen Raum zu nutzen, wo man sich mal spontan und ungestört treffen könne, wie zum Beispiel in den Ortsteilen, lautete eine weitere Kritik. Bemängelt wurde auch das öffentliche Verkehrsangebot. Am Wochenende gäbe es kaum Möglichkeiten, von Storkow weg oder in die Stadt reinzukommen.

In einem nächsten Schritt sollten die Schüler dann ihre Phantasie walten lassen und sich Storkow in 20 Jahren vorstellen. Vom Flugplatz in der Stadt bis einem Pool auf dem Schulgelände reichten da die Träume.

Heute, am zweiten Tag der Zukunftswerkstatt, folgt nun die sogenannte realistische Phase. Die Teilnehmer werden gemeinsam überlegen: Was macht Sinn, worauf kann man aufbauen, was können wir gemeinsam schaffen? Möglicherweise wird daraus ein Projekt entstehen, dass sie zusammen anpacken. Das Ergebnis ist offen. Auf alle Fälle lernen die Schülersprecher hier ganz praktisch, wie Demokratie funktioniert.

Mitarbeiter der Verwaltung und Abgeordnete sind ganz herzlich eingeladen, mal in der Zukunftswerkstatt vorbei zu schauen. Um 8. 30 Uhr geht es heute im Saal des Rathauses weiter. Über Verlauf und Ergebnisse der Zukunftswerkstatt soll abschließend eine Dokumentation erstellt werden.

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