Tuchen (MOZ) Das 700. Brautpaar ist gestern seit dem Wiederaufbau der Tuchener Fachwerkkirche getraut worden. Beata Erdmann (44), geb. Strugala, und Reinhard Erdmann (56) aus Neuenkirchen bei Greifswald gaben sich in der anmutigen Kirche das Ja-Wort. Seit 1999 sind dort wieder standesamtliche und kirchliche Trauungen möglich.
Fröhliche Gesichter: Beata Strugala und Reinhardt Erdmann gaben sich gestern das Ja-Wort in der sanierten Tuchener Fachwerkkirche.
Auf die Idee kam das Brautpaar durch Reinhardt Erdmanns Schwester Bärbel Paschkowsky. Sie wohnt in Bernau und deshalb ist ihr das Kleinod in Tuchen seit langem ein Begriff. Sie empfahl ihnen die sanierte Fachwerkkirche. Das Brautpaar war von dem Vorschlag sofort angetan. Und ihr einjähriger Sohn Michael war natürlich auch mit dabei. Dass sie aber ausgerechnet das 700. Paar sein werden, hatten sie da noch nicht geahnt. Der Hochzeitstag wurde allerdings nicht von ungefähr ausgewählt. Es ist nämlich zugleich der 56. Geburtstag von Reinhard Erdmann. Zu den ersten Gratulanten des Hochzeitspaares gehörte Breydins Bürgermeister Peter Schmidt.
Die Feldsteinkirche wurde im 12. Jahrhundert erbaut und nach der Zerstörung im 30-jährigen Krieg als Fachwerkkirche wieder errichtet. 1990 stürzte das Schiff ein. Bis 1994 wurde das Gebäude von Handwerkern aus der Region meisterlich rekonstruiert. Heute ist es Außenstelle des Standesamtes Biesenthal-Barnim.
Der Verein Fachwerkkirche Tuchen möchte die Geschichten der Brautpaare und Hochzeiten von früher und heute dokumentieren. Für das Vorhaben werden Bilder und Geschichten gesucht.
Kontakt: Verein Fachwerkkirche Tuchen, dienstags 14-17 Uhr und donnerstags 10 bis 14 Uhr unter Telefon 033451 63017
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