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Olav Schröder 14.03.2012 21:18 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

heimat/lokalredaktionen/bernau/artikel3/dg/0/

Noch mehr Schüler in Panketal

Panketal (MOZ) Die Zahl der Abc-Schützen in Panketal steigt zum neuen Schuljahr noch einmal an. Die Verwaltung geht davon aus, dass noch eine zusätzliche Klasse eröffnet wird. In der Elternschaft wird kritisiert, dass dies Schulen und Horte überlastet.

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Noch sind die medizinischen Eignungsuntersuchungen der angehenden Abc-Schüler nicht abgeschlossen - ihre Zahl kann sich also noch verringern -, gleichwohl teilte Bürgermeister Rainer Fornell (SPD) mit, dass aller Voraussicht nach etwa 180 Erstklässler eingeschult und somit fünf erste Klassen in Zepernick und drei in Schwanebeck gebildet werden. Bereits seit einigen Jahren werden in Panketal statt der ursprünglich sechs ersten Klassen sieben eingeschult. Die Zahl der Klassen würde also noch einmal wachsen.

Hans-Martin Buchin, Vater zweier Grundschulkinder und als Elternvertreter Mitglied im Kitaausschuss, hat als Auswirkung der wachsenden Schülerzahlen bereits in den letzten Jahren eine "konstante Unstetigkeit im Hort" festgestellt. Dort gebe es eine hohe Personalfluktuation. Eine pädagogische Arbeit wie vor vier Jahren sei daher nicht mehr zu leisten. Und die Drei- beziehungsweise Fünfzügigkeit an den Schulen ist für ihn nicht hinnehmbar. In einem Brief an Bürgermeister und Gemeindevertreter fordert er gerade mit Blick auf die Bautätigkeit in der Gemeinde eine "mittelfristige und langfristige Planung".

Braucht Panketal eine neue Schule? Hierfür gibt es bereits seit geraumer Zeit verschiedene Bestrebungen. Der Zepernicker Schulstandort scheidet nach Ansicht des Panketaler Fachgebietsleiter Georg Klein jedoch aus. Er sei bereits so riesig, dass ein erneuter Ergänzungsbau nach der Erweiterung im Jahr 2000 "einfach nicht wünschenswert" sei. Auch auf dem Schwanebecker Standort fehle der Platz. Die Absicht, Land hinzuzukaufen, sei leider gescheitert.

Die Eröffnung einer dritten kommunalen Grundschule mit Schulgebäude, Turnhalle, Hort und Mensa bedeute als dritte Variante wiederum eine Investition von etlichen Millionen Euro. Dies könne sich als finanzielle Fehlplanung herausstellen, wenn die demographische Entwicklung Panketal eingeholt habe, die Schülerzahlen zurückgehen und für die errichteten Gebäude ein neuer Zweck gefunden werden müsse.

Angesichts dieser Situation sieht Klein in der Eröffnung einer Grundschule durch einen freien Träger "eine ideale Lösung", zumal diese Schule auch bestehen könne, wenn die Zweizügigkeit nicht mehr erfüllt werde. Der Verein Montessori-Schule Niederbarnim bemüht sich bereits beim Land um die Genehmigung für die Eröffnung einer Schule. Auch die Eltern würden dies offenbar begrüßen: sieben Prozent der Schüler der Montessorischule in der Bernauer Waldsiedlung kommen trotz schlechter Erreichbarkeit aus Panketal.

Die Situation im Hort, so Klein, sei vor vier Jahren aber keineswegs so entspannt gewesen, wie Buchin sie darstelle. Damals habe es für rund 200 Plätze nur eine Ausnahmegenehmigung des Landesjugendamts für einen befristeten Betrieb gegeben. Heute seien dies nur noch 34.

Neben den Plätzen des Barnimer Jugendwerks habe die Gemeinde in der Heinestraßee dauerhafte Plätze geschaffen. Mit der Anwerbung des Montessori-Horts seien nicht nur weitere Plätze entstanden, die Eltern hätten seitdem auch die Wahl zwischen verschiedenen Konzepten. Andererseits seien der Hort in Schwanebeck vergrößert und die Zepernicker Kita Villa Kunterbunt ausgebaut worden. Dies alles hätte notwendigerweise auch zu einer Umsetzung des Personals geführt. Zudem habe es innerhalb kurzer Zeit fünf Schwangerschaften gegeben, und zwar mit nicht planbaren Krankschreibungen von heute auf morgen. Nach wie vor aber komme Panketal für acht Stellen über dem gesetzlichen Soll auf.

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