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viola petersson 16.03.2012 05:11 Uhr
Red. Eberswalde, eberswalde-red@moz.de

heimat/lokalredaktionen/bernau/artikel3/dg/0/

Verhandlungen mit Führer-Gruppe

Eberswalde (MOZ) Die Würfel sind gefallen. Die Unternehmensgruppe Burchard Führer soll den Zuschlag für "Webers Ablage" erhalten. Zumindest hat der Barnimer Sozialausschuss die Kreisverwaltung am Mittwochabend in nichtöffentlicher Sitzung beauftragt, Verkaufsverhandlungen mit besagter Gesellschaft aufzunehmen. Die Gruppe betreibt zwei Pflegeheime im Niederbarnim.

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Wie das Landratsamt gestern per Pressemitteilung informierte, sei das Konzept der Unternehmensgruppe Führer "am besten geeignet, die Wünsche und Bedürfnisse der Bewohner und der Mitarbeiter zu verwirklichen und gleichzeitig die dringend notwendig baulichen Veränderungen und die Auflagen der Aufsicht (...) umzusetzen". Laut Kreisverwaltung will das Unternehmen mit Hauptsitz in Dessau das Altenpflegeheim Finow als solches auch künftig betreiben.

Insgesamt hatten sich vier Träger am Interessenbekundungsverfahren des Landkreises beteiligt und Bewerbungen eingereicht. Drei durften sich im Februar dem Sozialausschuss vorstellen und ihre Konzeptionen präsentieren. Neben der Gruppe Burchard Führer waren dies die Ladeburger Concepte gGmbH und die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal.

Die Ladeburger Concepte gGmbH ging mit der Idee, ambulant betreutes Wohnen für Demenzkranke einzurichten, ins Rennen. Lobetal wollte eine Behinderteneinrichtung schaffen. Während die Ladeburger Concepte gGmbH (Schäferhaus) und die Hoffnungstaler Stiftung (Pflegeheim Freudenquell sowie Gastronomie Haus Schwärzetal) bereits in Eberswalde präsent sind, würde die Unternehmensgruppe Führer mit dem Oberbarnim neues Terrain erobern.

Die Unternehmensgruppe betreibt bundesweit mehr als 30 Einrichtungen der Seniorenpflege. In Zepernick (Gemeinde Panketal) ist die Gruppe seit etwa fünf Jahren aktiv. Nach dem Aus des damaligen Heimbetreibers, das überregional für Aufsehen sorgte, hatte Burchard Führer dort das Heim an der Schönerlinder Straße (heute als "Eichenhof" bekannt) übernommen und es umfassend modernisiert. Etwas später folgte die benachbarte "Rotunde".

Gleichwohl tun sich für die Beteiligten in Eberswalde mit der Entscheidung zum Verkauf von "Webers Ablage" viele Fragen auf. Etwa die nach der Zukunft des Personals.

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