Dienstag, 2. September 2014
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25.01.2013 07:26 Uhr

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Dampfende Zylinder im Klassenzimmer

Bernau (ffo) Zwischen dampfenden Wasserbädern, Rundkolben und Magnetrührgeräten wuseln konzentrierte und mit Schutzbrillen ausgestattete Nachwuchschemiker durch den Klassenraum. Ihre Blicke strahlen Interesse und Begeisterung aus. Eher ungewöhnlich für den Chemieunterricht, wie ihre Lehrerin Petra Schmiedel findet.

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Chemie zum Anfassen: Die Schülerinnen Lena Krohe und Milena Vollhals mischen, erhitzen und filtrieren verschiedenste Stoffe, um ein Mittel gegen Kopfschmerzen und Fieber zu entwickeln.  

Chemie zum Anfassen: Die Schülerinnen Lena Krohe und Milena Vollhals mischen, erhitzen und filtrieren verschiedenste Stoffe, um ein Mittel gegen Kopfschmerzen und Fieber zu entwickeln.

© MOZ/Sergej Scheibe

Der Aufgabe, Gymnasiasten für die faszinierende Welt der Naturwissenschaften zu sensibilisieren, hat sich das mobile Schülerlabor "Science on Tour" der Hochschule Lausitz verschrieben. Diplom Chemiker Karl-Heinz Krätzschmer hat im Zuge der Projektwoche des Barnim Gymnasiums ein ganz besonderes Forschungsexperiment für die Neuntklässler vorgesehen. Mit Hilfe modernster Apparaturen soll ein Wirkstoff gegen Kopfschmerzen entwickelt werden. Mal mehr, mal weniger erfolgreich, versuchen die Schüler der Anleitung des Versuchaufbaus zu folgen. Wenn die Inbetriebnahme der Hebebühne oder das Befüllen der Zylinder einmal nicht so schnell von der Hand geht, eilt die Biotechnologie-Studentin Henriette Häuser den jungen Forschern zu Hilfe.

" Uns ist es wichtig, den Schülern authentische Einblicke in den Fachbereich zu geben und sie bezüglich ihrer Studien- und Berufswahl zu unterstützen", erklärt Krätzschmer. Der 14-jährige Max Hornig hat zwar eine glatte eins in Chemie, sieht sich in der Zukunft aber nicht als Naturwissenschaftler, sondern in der Germanistik. " Auch wenn ich mir nie vorstellen könnte Chemiker zu werden, finde ich praxisnahes Lernen wirklich toll und effektiv. Solche Projekte würde ich mir öfter wünschen", schwärmt der Gymnasiast.

Nach unzähligen Arbeitsschritten liegt vor jedem Schüler ein Paracetamolpräparat. Wem nach drei Stunden pausenlosem experimentieren der Schädel brummt, besitzt ja nun das richtige Mittelchen dagegen.

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