Montag, 28. Juli 2014
ABO-ButtonABO-ButtonABO-Button



25.01.2013 07:26 Uhr

heimat/lokalredaktionen/bernau/artikel3/dg/0/

Dampfende Zylinder im Klassenzimmer

Bernau (ffo) Zwischen dampfenden Wasserbädern, Rundkolben und Magnetrührgeräten wuseln konzentrierte und mit Schutzbrillen ausgestattete Nachwuchschemiker durch den Klassenraum. Ihre Blicke strahlen Interesse und Begeisterung aus. Eher ungewöhnlich für den Chemieunterricht, wie ihre Lehrerin Petra Schmiedel findet.

heimat/lokalredaktionen/bernau/artikel3/dg/0/1/1093003/
Chemie zum Anfassen: Die Schülerinnen Lena Krohe und Milena Vollhals mischen, erhitzen und filtrieren verschiedenste Stoffe, um ein Mittel gegen Kopfschmerzen und Fieber zu entwickeln.  

Chemie zum Anfassen: Die Schülerinnen Lena Krohe und Milena Vollhals mischen, erhitzen und filtrieren verschiedenste Stoffe, um ein Mittel gegen Kopfschmerzen und Fieber zu entwickeln.

© MOZ/Sergej Scheibe

Der Aufgabe, Gymnasiasten für die faszinierende Welt der Naturwissenschaften zu sensibilisieren, hat sich das mobile Schülerlabor "Science on Tour" der Hochschule Lausitz verschrieben. Diplom Chemiker Karl-Heinz Krätzschmer hat im Zuge der Projektwoche des Barnim Gymnasiums ein ganz besonderes Forschungsexperiment für die Neuntklässler vorgesehen. Mit Hilfe modernster Apparaturen soll ein Wirkstoff gegen Kopfschmerzen entwickelt werden. Mal mehr, mal weniger erfolgreich, versuchen die Schüler der Anleitung des Versuchaufbaus zu folgen. Wenn die Inbetriebnahme der Hebebühne oder das Befüllen der Zylinder einmal nicht so schnell von der Hand geht, eilt die Biotechnologie-Studentin Henriette Häuser den jungen Forschern zu Hilfe.

" Uns ist es wichtig, den Schülern authentische Einblicke in den Fachbereich zu geben und sie bezüglich ihrer Studien- und Berufswahl zu unterstützen", erklärt Krätzschmer. Der 14-jährige Max Hornig hat zwar eine glatte eins in Chemie, sieht sich in der Zukunft aber nicht als Naturwissenschaftler, sondern in der Germanistik. " Auch wenn ich mir nie vorstellen könnte Chemiker zu werden, finde ich praxisnahes Lernen wirklich toll und effektiv. Solche Projekte würde ich mir öfter wünschen", schwärmt der Gymnasiast.

Nach unzähligen Arbeitsschritten liegt vor jedem Schüler ein Paracetamolpräparat. Wem nach drei Stunden pausenlosem experimentieren der Schädel brummt, besitzt ja nun das richtige Mittelchen dagegen.

Artikel empfehlen

Artikel kommentieren

Lesezeichen setzen

Seite empfehlen

Nachricht an die Redaktion

Druckversion

Lesen Sie auch...

Weitere Nachrichten aus Bernau

Tafel weiter stark gefragt
28.07.2014 19:55

Tafel weiter stark gefragt

Bernau (MOZ) "Wenn die Menschen unser Angebot nicht mehr annehmen, hat sich die Arbeit erledigt", sagt Norbert Weich, Vorsitzender der Bernauer Tafel. Doch danach sieht es nicht aus. So konnten in Klosterfelde zusätzliche Discounter gewonnen werden, um das... mehr

28.07.2014 06:50

"Werneuchen ist meine Heimat geworden"

"Werneuchen ist meine Heimat geworden"

Werneuchen (MOZ) Die Christen von Werneuchen hätten ihn gerne noch länger behalten - doch Pfarrer Thomas Brilla muss nach zehn Jahren seine Gemeinde verlassen. So... mehr

28.07.2014 06:45

Politische Karikaturen im "Hühnerstall"

Politische Karikaturen im "Hühnerstall"

Schönow (MOZ) Kurz vor 17 Uhr nimmt Wilfried Staufenbiel seine Glocke und geht läutend durch den Garten. Dann wissen die Gäste, die in kleinen Gruppen stehen und... mehr

28.07.2014 06:40

Autos in Serie aufgebrochen

Ahrensfelde (MOZ) In drei Autos ist in der Nacht zum Sonntag an der Biberstraße in Ahrensfelde eingebrochen worden. Aus einem DaimlerChrysler wurden eine Angel,... mehr

 Bilder