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Britta Gallrein 30.01.2013 23:14 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

heimat/lokalredaktionen/bernau/artikel3/dg/0/

Boxer werfen Argumente in den Ring

Bernau (MOZ) Welcher Verein Investitionszuschüsse von der Stadt bekommt, darüber entscheiden die Stadtverordneten. Einige Anträge wurden zurückgewiesen, andere müssen neu gestellt werden. Für manche Vereine hängt von dem Geld viel ab.

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Zu ihnen gehört das Orje Tietzsch Bernauer Box Camp Barnim e.V.. Der Verein hatte für die Anschaffung eines Box-Hochrings einen Zuschuss von 14350 Euro beantragt. "Alles hängt daran, dass sie diesen Ring bekommen", machte Schönows Ortsvorsteherin Adelheid Reimann jüngst vor dem Hauptausschuss deutlich. "Wenn der Verein den nicht bekommt, ist der Boxsport in Bernau gestorben. Dann ist kein Wettkampf mehr möglich. Und das wäre schade, denn der hat hier eine Tradition", erinnerte Adelheid Reimann an sportliche Erfolge und steigende Mitgliederzahlen der Boxer.

Das Problem war für die Ausschussmitglieder bislang, dass die Frage nicht geklärt ist, wo der Boxring denn letztlich stehen soll. Die momentan genutzte Sporthalle in Schönow ist für eine dauerhafte Aufstellung nicht geeignet, da dort auch der Schulsport stattfindet. Derzeit ist auch eine Möbelhalle am Schönfelder Weg als Standort im Gespräch.

Der Verein brauche aber keinen festen Standort für die Halle, betonte Adelheid Reimann. "Der braucht nur einen Boxring, den er transportieren und aufstellen kann", stellte sie klar. Dann müsse der Antrag aber neu gestellt werden, so Bürgermeister Hubert Handke.

Nicht nur die Boxer, sondern auch der Tierschutzverein Niederbarnim hat einen Antrag gestellt. Er wünscht sich 25000 Euro für Räumlichkeiten, in denen tote Tiere gelagert werden können. "Sich um Fundtiere zu kümmern, ist eigentlich Aufgabe der Stadt", erklärte Dagmar Enkelmann (Linke). "Aber das wird unzureichend finanziert." Diesen Vorwurf wies der Bürgermeister zurück.

Jetzt soll im Nachtragshaushalt über die Anträge entschieden werden. Dann geht es auch noch einmal um die anderen Anträge wie den des Sportvereins Blau-Weiß Ladeburg, der sich 20000 Euro für die Anschaffung einer Heizungsanlage für die Sanierung der Gebäude auf dem Sportplatz wünscht. Oder den der Kreisverkehrswacht, die Mittel für einen Verkehrsgarten anlegen will.

Gute Chancen haben die Anträge des Bernauer Tischtennisvereins. Er möchte zwei neue Tischtennisplatten im Wert von 1200 Euro. Auch die Evangelische Kirchengemeinde Ladeburg könnte 5000 Euro für die Fertigstellung der Dachstuhl- und Deckensanierung der Kirche in Ladeburg bekommen. Der Förderverein Volkskunst- und Kulturzentrum hofft auf Unterstützung für den Ausbau der alten Feuerwache im Gewerbegebiet Albertshofer Chaussee.

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