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Brigitte Horn 22.01.2015 06:40 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

heimat/lokalredaktionen/bernau/artikel3/dg/0/

Künstler und Gäste lieben das Ambiente

Biesenthal (MOZ) Der Verein Kultur im Bahnhof hat sich seit 2005 als gesellschaftliche Institution in Biesenthal entwickelt. Der Verein kümmert sich um das Gebäude und um die Kultur. Jetzt allerdings sind nach eigener Auskunft des Vereins die Grenzen der Ehrenamtlichkeit erreicht.

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Auch wer nicht zu den Bahnfahrern zählt, war bestimmt schon einmal im Kulturbahnhof. Ob der Adventskunstmarkt im Dezember, das Straßenmusikerfest, ob Matineen, Filmvorstellungen mit anschließenden Gesprächsrunden oder Konzerten mit profilierten Solisten - ganz viele Biesenthaler und andere Besucher waren schon im Kulturbahnhof.

Doch die Veranstaltungsangebote sind nur die eine Seite, wie Heribert Rustige, Vereinsvorsitzender, in der jüngsten Sitzung des Haushalts- und Sozialausschusses berichtete. Die andere Seite sei das Bahnhofgebäude selbst. Das stark erneuerungsbedürftige Haus hat der anfangs zehnköpfige Verein für 5000 Euro von der Bahn erworben. Inzwischen ist dem Verein gelungen eine Zentralheizung einzubauen, die Fassade ist erneuert worden, das äußere Umfeld gestaltet. Die nächsten dringenden Aufgaben am Haus sind der Einbau einer behindertengerechten Toilette und die Erneuerung des Fußbodens im großen Veranstaltungsraum, kündigte Rustige an. Zum Teil sind eigene Vereinsmittel in die Projekte geflossen, zum Teil auch Fördermittel. Insbesondere sei man dankbar, dass die Stadt für die Erneuerung der Fassade mit Wärmedämmung den kommunalen Anteil für EU-Fördermittel in Höhe von immerhin 40 000 Euro übernommen habe, da das Land sich außerstande sah, die entsprechende Kofinanzierung aufzubringen.

Neben den Fördermitteln für die baulichen Dinge ist es dem Verein mit seinen inzwischen 68 Mitgliedern auch immer wieder gelungen, Fördertöpfe für kulturelle Veranstaltungen aufzutun. Dazu gehören zum Beispiel die Aktion Mensch, die Bundesstiftung Kultur, die Kulturstiftung der Sparkasse oder der Naturpark Barnim. Darüber hinaus hat es sich in Biesenthal herum gesprochen, dass der Verein darin recht erfolgreich ist und auch gut Kulturveranstaltungen managen kann. Und so ist auch in diesen Bereichen durch den Verein Kultur im Bahnhof Hilfe geleistet worden. Nicht zuletzt kommen Künstler, aber auch Gäste gern, weil sie das Ambiente mögen. Es gibt natürlich auch Probleme. So finden die Kulturveranstaltungen direkt am Bahnhof statt, aber am späten Abend hält in Biesenthal weder ein Zug in Richtung Bernau noch in Richtung Eberswalde. Überdies ist es den Vereinsmitgliedern auch ein Anliegen, das Haus für alle zu öffnen. "Wenn wir da sind, dann ist auch jeder gern gesehen, der bei uns einmal reinschaut", sagte Rustige. Aber im Hinblick auf die weitere Entwicklung der Arbeit müsse man sagen, dass es ein Büro geben sollte, das täglich besetzt ist. Bisher erfolgten alle Aktivitäten ehrenamtlich. Man habe aber gemerkt, dass die Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements weitgehend ausgeschöpft sind. Vor diesem Hintergrund bat Rustige zu prüfen, ob die Stadt möglicherweise einen Zuschuss für eine Personalstelle der Stadt bewilligen würde.

Im Haushalts- und Sozialausschuss ist der Bericht zunächst entgegen genommen worden, ohne dazu etwas zu entscheiden. Der Ausschussvorsitzende René Hackl versprach aber, sich weiterhin mit dem Anliegen des Biesenthaler Bahnhofsvereins zu befassen.

Zum Abschluss sprach Heribert Rustige eine Einladung für den 7. November dieses Jahres aus. An dem Tag wird der zehnte Geburtstag des Vereins Kultur im Bahnhof gefeiert.

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