Biesenthal (MOZ) In einer Biesenthaler Kita sind Fäkalkeime im Trinkwasser festgestellt worden. Dass teiltengestern das Barnimer Gesundheitsamt und der Wasser- und Abwasserzweckverband Panke/Finow mit. Nach den Ursachen wird zurzeit noch gesucht.
Mitarbeiter des Barnimer Gesundheitsamtes hatten in der vergangenen Woche Proben gezogen und eingeschickt. „Eine solche Überprüfung findet routinemäßig einmal im Jahr in öffentlichen Einrichtungen wie Kitas, Schulen, Krankenhäusern oder Altenheimen statt“, erklärte Beate Schmidt-Grimm.
Die Ergebnisse, die seit gestern vorliegen, haben es jedoch in sich: In den Proben fanden sich Fäkalkeime, sogenannte Enterokokken, die insbesondere bei Kindern, Kranken und älteren Menschen Durchfallerkrankungen auslösen können. Beate Schmidt-Grimm spricht von einer „leichten Verunreinigung“. Der Wert liegt bei zwei Keimen pro 100 Milliliter. Erst bei 12 bis 15 Keimen ist von einer deutlichen Verunreinigung die Rede.
Grund zur Panik sieht die Amtsärztin deshalb nicht. Einige Vorsichtsmaßnahmen hat sie mit dem Wasser- und Abwasserzweckverband Panke/Finow (WAV) dennoch abgesprochen. So wird die Kita, in der 150 Kinder betreut werden, bis auf Weiteres mit Trinkwasser in Flaschen durch den WAV beliefert. Anwohner des Wohngebietes nördlich der Bahnhofstraße und zwischen Kirschallee und Grüner Weg sind dazu angehalten, ihr Trinkwasser abzukochen. Auch diese Anordnung gilt bis auf Weiteres. „Die Betroffenen werden von uns noch schriftlich informiert“, so die Amtsärztin weiter. Spätesten im Laufe der nächsten Woche, so ihre Hoffnung, kann die Anordnung wieder aufgehoben werden. Bis dahin soll die Ursache für die Verunreinigung gefunden sein.
Die Suche danach hat bereits begonnen. Bei der Auswertung von systemischen Proben aus bestimmten Bereichen des Leitungsnetzes fanden sich keine Hinweise auf einen Keimbefall. Auch Prüfungen im nahen Altersheim, in der Biesenthaler Schule sowie im Wasserwerk an der Ruhlsdorfer Straße ergaben keinen Befund. Mitarbeiter der Bernauer Stadtwerke spülten zudem gestern im Auftrag des WAV diverse Leitungen. Ob die Ursache für die Verunreinigung dort zu suchen sind, werden neue Proben zeigen.
In mecklenburgischen Gemeinden sowie in Angermünde hatte es in den vergangenen Wochen ähnliche Funde von Fäkalkeimen gegeben. Fachleute vermuten, dass der plötzliche Befall mit der Mückenplage während des Sommers zu tun haben könnte. „Wenn es kälter wird, suchen sich die Tiere Verstecke. Wenn sie dafür in Massen die Behälter nutzen, in denen das Trinkwasser zwischengespeichert wird, kann das zum Problem werden“, erklärt Jürgen Alscher von den Stadtwerken Bernau. Diese Anlagen sollen nun überprüft werden.
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Neueste Kommentare
23.05.2012 08:33:26 lupo
Wetten das...
23.05.2012 08:32:59 ?
-videonachtrag-
23.05.2012 08:14:58 Ekkehart Baals
@ Schöneicher Bürger
23.05.2012 07:35:52 H.L. aus ANG
Muss das wirklich sein?
23.05.2012 07:32:05 Uwe
Sehr Gefährlich