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Lina Hatscher 27.01.2013 19:48 Uhr
Red. Eisenhüttenstadt, eisenhuettenstadt-red@moz.de

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Schüler proben "Carmina Burana"

Eisenhüttenstadt (MOZ) Zusammen mit rund 350 Schülern startet das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt eine Produktion von Carl Orffs "Carmina Burana". Auch 15 Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums werden auf der Bühne stehen. Ein Tanz-Workshop bot ihnen einen Einstieg in Themen und Musik.

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  2 Bilder

Glücksspiel: Mit Karten in der Hand tanzen die Mädchen um den Tisch herum

© MOZ/Gerrit Freitag

Zu Beginn liegen alle zusammen in einem Kreis auf der Bühne. Das Licht geht an und die Klänge von Carl Orffs "Carmina Burana" durchfluten die Aula des Albert-Schweitzer-Gymnasiums. Mit der Musik bewegen sich die Mädchen und Jungen teils vorsichtig und leise, teils mit kraftvollen Sprüngen über die Bühne. Nach einem zweitägigen Workshop mit der Choreographin Be van Vark haben 15 Gymnasiasten ihren Mitschülern am Freitag gezeigt, was sie erarbeitet haben. Die Siebtklässler sind Teil eines Projekts des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt. Ziel ist es, das Stück "Carmina Burana" in einer Chorfassung zusammen mit rund 350 Schülern aus der Region auf die Bühne zu bringen.

Auch wenn sie bei den Vorstellungen der "Carmina Burana" auf der Bühne singen oder Violine spielen werden, so ist doch der Tanz-Workshop ein erster Schritt zum Verständnis des Musikstücks, erläutert Christine Hellert, Projektleiterin beim Brandenburgischen Staatsorchester. Die zentralen Themen des Stücks sind Glück, Liebe, Natur und Völlerei. Auch wenn die Gesänge aus dem Mittelalter stammen, so seien die zentralen Punkte auch heute aktuell. "Gerade die Suchtproblematik wollen wir thematisieren", meint Christine Hellert. Es gehe darum, jungen Menschen klassische Musik nahezubringen, ihnen zu zeigen, welche Emotionen sie damit transportiert können.

Bei dem Workshop im Gymnasium sollen sie sich ausprobieren, ihre eigenen Bewegungen einfließen lassen, erklärt die Choreographin Be van Vark. "Sie waren von Anfang an heiß auf das Programm." Die Schüler haben unterschiedliches Vorwissen mitgebracht. Einige tanzen schon lange, andere hatten vorher keine Erfahrung darin. Trotzdem ist in zwei Tagen ein kleines Programm, bestehend aus vier Szenen entstanden. "Durch den Tanz kann ein emotionales Band zu der Musik entstehen", sagt die Choreographin. Sie wollte gerne zum Workshop herkommen, kennt Eisenhüttenstadt durch die Tanzwoche seit 2005 gut. "Es gibt hier eine tolle Tanzszene."

Der Musiklehrer Olaf Kärgel hat das Projekt in die Schule getragen. Er wird die Chorsätze mit den Schülern eintrainieren. "Wir hatten einfach Lust darauf mitzumachen", sagt die Siebtklässlerin Charleen Krauig. "Ich tanze schon länger und wollte mal etwas anderes ausprobieren", meint Anna Sirotkin. "Das Tanzen war neu für mich, hat aber Spaß gemacht", erzählt Florian Wendland. Sarah Stiller hat zuletzt getanzt, als sie noch klein war. "Die zwei Tage waren ganz schön anstrengend aber super." Zusammen mit drei Mitschülern bereitet sie die Begleitung des Orchesters mit der Violine vor.

Die Produktion der "Carmina Burana" ist Teil des Education-Projektes, dass das Orchester im vierten Jahr gestaltet. Als neuer Fördergeldgeber konnte die Schweizer Drosos-Stiftung gewonnen werden, erklärt Christine Hellert. Für das kommende Jahr ist ein Tanztheater zu dem Stück "Die Planeten" von Gustav Holst geplant. Den Abschluss der dreijährigen Projektphase wird im Jahr 2015 eine Kinderoper bilden.

Aufführungen der "Carmina Burana" je ab 16 Uhr am 4. Mai im Frankfurter Kleist Forum und am 5. Mai im Friedrich-Wolf-Theater.

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