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Dirk Schaal 29.01.2013 20:15 Uhr
Red. Seelow, seelow-red@moz.de

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Profi Naldo sieht nur Gewinner

Müncheberg (MOZ) 16 E-Jugend-Fußballmannschaften aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern qualifizierten sich für das EWE-Wintercup Finale in Müncheberg. Mit von der Partie auch der SV Gorgast/Manschnow und Jahn Bad Freienwalde, die mit Pokal und Medaillen heimfuhren.

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Ein starkes Team: die Talente des SV Gorgast/Manschnow mit Naldo, dem Bundesliga-Profi des VfL Wolfsburg  

Ein starkes Team: die Talente des SV Gorgast/Manschnow mit Naldo, dem Bundesliga-Profi des VfL Wolfsburg

© Dirk Schaal

Eigentlich fast unvorstellbar, dass bei einem Finale eines Hallenfußballturniers alle Mannschaften am Spielfeldrand die Akteure anfeuern, egal auf welches Tor sie schießen. Die etwa 400 Zuschauer standen dem in nichts nach, auch wenn für die eigene Mannschaft das Turnier längst Geschichte war. "Gewinner sind alle", sagte Klaus Zehm, Leiter kommunale Grundsatzfragen Geschäftsregion Brandenburg/Rügen der EWE Energie AG. Eine riesige Show, liebenswürdig inszeniert, wird den kleinen Fußballern sicherlich lange im Gedächtnis bleiben.

Als bestes Team der Vorrunde zog der Fußballnachwuchs von Jahn Bad Freienwalde ins Viertelfinale. Selbstbewusst präsentierte sich der frisch gebackenen Fünfte der Landeshallenmeisterschaft vom Vortag. "Jetzt wollen wir auch hier zeigen, was wir draufhaben", erklärte Torjäger Yanick. Als Zweiter ihrer Gruppe hatten sich die Märkischen Löwen ebenfalls für das Viertelfinale qualifiziert. Nach einer verschlafenen Partie gegen Wacker Motzen konnten sich die Altlandsberger im Turnierverlauf steigern. "Die Jungs sind heiß und unser Ziel haben wir schon erreicht. Alles andere ist jetzt Zugabe", sagte Trainer André Kohlmann. Im direkten Aufeinandertreffen mit den Freienwaldern zogen die Löwen mit 0:5 den Kürzeren, aber der Ärger währte nur kurz.

Dafür sorgte der Brasilianer Ronaldo Aparecido Rodrigues, genannt Naldo, vom VfL Wolfsburg. Die Halle stand Kopf als der Bundesligaprofi das Parkett betrat und eine riesige Traube von Spielern umringte ihn. "Der Kontakt zu den Kindern ist mir wichtig. Das habe ich auch schon bei Werder Bremen gern gemacht", berichtete der hochgewachsene Abwehrstratege auf Deutsch.

Mit 18 Jahren spielte der bis dahin Straßenkicker das erste Mal in einem Verein. Aber so von klein auf in Mannschaftsstrukturen integriert zu sein, empfindet er als wichtig. Zusammen mit der Bremer Torwartlegende Dieter Burdenski stellte er sich unentwegt Fotowünschen.

Bis zum Finale hatte der sympathische Naldo mächtig zu tun, Autogramme auf Bällen, Schuhen und Trikots zu verteilen. Das rettete auch Co-Trainer Michael Genzmer vom SV Gorgast/Manschnow vor viel Tröstung seiner kleinen Schützlinge. Im Viertelfinale schieden sie gegen den FV Erkner mit 0:3 aus, aber die Autogrammkarten des Wolfsburger Superstars wogen das allemal auf. "Trotzdem haben wir besser gespielt als im Vorfeld gedacht", gewann Genzmer dem eigenen Auftreten durchaus Positives ab.

Im Halbfinale gegen Erkner war nach einer spannenden Partie Schluss für die Freienwalder. Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, feuerten sie den Ludwigsfelder FC und ihren Halbfinale-Bezwinger lautstark im Finale an. Bis Mitte der Spielzeit erarbeiteten sich die Ludwigsfelder eine 2:0-Führung, die Erkner nicht mehr wettmachen konnte.

Als Höhepunkt folgte die Siegerehrung. Von den Prominenten gab es für jede Mannschaft einen Pokal und Medaillen für jeden Teilnehmer. Da spielte der erreichte Platz bei der Freude keine Rolle, Gewinner waren alle.

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