Dienstag, 29. Juli 2014
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Joachim Eggers 30.01.2013 18:28 Uhr
Red. Erkner,

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Sportzentrum Erkner braucht noch viel Zuschuss

Erkner (MOZ) Das neue Sportzentrum am Dämeritzsee ist dieses Jahr noch in der Entwicklungsphase und wird mit 241 000 Euro aus dem Stadthaushalt unterstützt. Dabei blieben die Einnahmen aus der Kegelbahn beim Betreiber der Gaststätte. Diese Regelung soll aber überprüft werden.

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In diesem Jahr soll auf dem Gelände des Sportplatzes noch eine Menge geschehen - unter anderem ist vorgesehen, einen seit Jahren geplanten neuen Tennisplatz zu errichten. Die neue Anlage wäre geeignet, der im April 2012 eröffneten Gaststätte weitere Kunden ins Haus zu treiben. Noch spielt der TC Grün-Weiß auf dem alten Gelände an der Hessenwinkler Straße, in unmittelbarer Nachbarschaft - aber nicht Bestandteil des Geländes. Wer dort aus der Dusche kommt, läuft eben nicht an einer Gaststätte vorbei. Wenn das anders ist, so die Hoffnung, wird auch der Betrieb der Gaststätte lukrativer.

Bisher fallen dem Gastwirt noch die Einnahmen aus der Vermietung der Kegelbahn zu, der im Gegenzug auch die Nebenkosten trägt. "Das wurde so gestaltet, weil die Vereine ja nicht den vollen Betrag zahlen", erläuterte Kämmerin Margrit Schindelasch, zugleich Werkleiterin des städtischen Eigenbetriebs für das Sportzentrum, als sie den Wirtschaftsplans für das laufende Jahr im Finanzausschuss vorstellte. Lothar Kober (Linke) hatte darin die Einnahmen aus der Kegelbahn vermisst.

Sie werde zum größten Teil an Vereine vermietet, für 4,09 Euro die Stunde, so Margrit Schindelasch. Wer in den freien Abendstunden oder am Wochenende privat kegeln will, zahlt laut Kober dagegen 12,50 Euro pro Stunde. Auf diese Weise komme der Betreiber ziemlich gut weg, kritisierte er.

Diesem Eindruck widersprach Margrit Schindelasch: Außer dem Kegelverein mit seinen zwei Gruppen - Frauen und Männer spielen getrennt - und dem Behindertenverband werde die Bahn noch gar nicht so intensiv genutzt; auch am Wochenende sei die Bahn mit Vereinssport belegt.

Kober räumte ein, es sei gewiss nicht einfach, "eine Gaststätte anzufahren". Er blieb aber bei seiner Kritik. Für den Betreiber komme eine sehr niedrige Miete heraus. Andere zahlten das Dreifache. Die Risiken würden von der Stadt übernommen. "Da liegen wir richtig quer, da kann ich nicht mitgehen", sagte Kober, der auch gegen den Wirtschaftsplan stimmte. Sein Fraktionskollege Jörg Krüger enthielt sich, die anderen stimmten mit Ja.

Klaus Bachmayer (SPD), der Ausschuss-Vorsitzende, beschwichtigte: Eine Überprüfung sei ja vorgesehen, die müsse dann eben auch kommen und gegebenenfalls zu einer Erhöhung der Miete führen. "Wir sind auf dem richtigen Weg", sagte auch Bürgermeister Jochen Kirsch (SPD). "Es bringt nichts, wenn die Vereinsgaststätte wegbricht."

Der gesamte Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs hat ein Volumen von rund 63 000 Euro. Auf die Nutzungsentgelte, also seine Einnahmen muss er, wie Margrit Schindelasch ausführte, auch keine Steuern entrichten. Das komme nur für den gewerblichen Teil der Nutzung in Frage, wird aber auch dort keine Rolle spielen. "Da sind nach Auskunft des Finanzamts die Erträge zu niedrig," so die Werkleiterin. Vorgesehen ist auch eine Reihe von kleineren Anschaffungen wie ein Rasentraktor und ein Sportplatz-Markierungsgerät.

Mit dem Neubau des Sportplatz-Gebäudes hat die Stadt eine alte, völlig marode Baracke ersetzt. Das Gelände des alten Tennisplatzes und der alten Kegelbahn soll mit Wohnhäusern bebaut werden.

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