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Annette Herold 25.01.2013 06:55 Uhr
Red. Frankfurt (Oder), frankfurt-red@moz.de

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Frankfurt schnieft

Frankfurt (MOZ) Schnupfen, Husten, Halsschmerzen, Fieber - Erkältungserreger gehen um in der Stadt. Oft lassen sich dieses Symptome mit einfachen Mitteln lindern, doch bei hohem Fieber ist ärztliche Hilfe nötig.

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Über zu wenig Arbeit können Frankfurts Allgemeinmediziner dieser Tage nicht klagen. Zahlreiche Patienten mit Erkrankungen der Atemwege lassen sich behandeln. Von einer Grippe- oder Erkältungswelle möchte Dr. Andreas Huth, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung, zwar nicht reden. "Aber ich habe schon den Eindruck, dass es mehr Patienten sind als in den Vorjahren", sagt er.

Erkältungsviren haben bei diesem Wetter beste Bedingungen, die Atemwege der Menschen zu besiedeln, wie der Arzt erläutert. Haben sie sich erst festgesetzt, liegt es an der Leistungskraft des Immunsystems des Patienten, wie schwer die Symptome ausfallen. In schwereren Fällen könnten neben Husten und Schnupfen Schlappheit, Müdigkeit, Schwindel und Durchfall auftreten, erläutert Dr. Huth. Und warnt davor, die Symptome auf die leichte Schulter zu nehmen: Gerade erst habe einer seiner Patienten drei Tage im Klinikum verbringen müssen, weil sein Kreislauf durch die Belastung des Immunsystems so geschwächt war.

Nicht gleich ins Krankenhaus, zumindest aber ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen sollten Patieten mit hohem Fieber. "Ansonsten hängt es davon ab, ob sich jemand in der Lage fühlt, zur Schule oder zur Arbeit zu gehen." Vorbeugend empfiehlt Dr. Huth die Grippeschutzimpfung. Schlimm krank seien nach seiner Beobachtung eher Patienten, die sich nicht impfen lassen haben. Es gebe auch noch genügend Impfstoff, sagt er.

Schützt die Spritze gegen eine Virusgrippe, sind gegen grippale Infekte andere Vorbeugungsmaßnahmen gefragt. Beate Mika, Sprecherin der Frankfurter Apotheken, rät vor allem zu frischer Luft. "Ein Spaziergang tut bei den jetzigen Lichterverhältnissen auch der Seele gut", sagt sie. Ansonsten rät sie zur Abhärtung, dazu, immer genügend warme Kleidung zu tragen und das Immunsystem zu stärken. "Ob heiße Zitrone dafür ausreicht oder ein Präparat aus der Apotheke ratsamer ist, hängt vom Allgemeinzustand ab", sagt die Apothekerin.

Im Moment verlangten viele Apotheken-Kunden nach Erkältungspräparaten, wie Beate Mika berichtet. Es sei immer gut, wenn der Patient selbst in der Apotheke erscheine, sodass ihm auch mit gezieltem Nachfragen die passende Arznei empfohlen werden könne. "Dann können wir auch sagen, wann jemand unbedingt zum Arzt gehen sollte." Wenn Husten länger als zwei Wochen anhält, sei das auf jeden Fall ratsam; bei Fieber und Schüttelfrost sowieso. Auch bei Kindern empfiehlt die Apothekerin baldige medizinische Hilfe, weil die Kleinen anders als Erwachsene nicht einschätzen können, wie stark ein Infekt ist.

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