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Annette Herold 25.01.2013 18:55 Uhr
Red. Frankfurt (Oder), frankfurt-red@moz.de

heimat/lokalredaktionen/frankfurt-oder/artikel9/dg/0/

Rätselraten über Dämpfe in Würfelhaus

Frankfurt (MOZ) Nach dem Feuerwehr-Großeinsatz in Neuberesinchen sollen jetzt Experten des Landeskriminalamtes herausfinden, was bei Arbeitern und Mietern Übelkeit und Schleimhautreizungen verursachte. Die Polizei rechnet in der nächsten Woche mit Ergebnissen.

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Versiegelt: Die Tür zum Heizungsraum

© Annette Herold

Etwas erschreckt ist der Mieter schon über den Unfall, der sich keine 24 Stunden vorher in seinem Wohnhaus ereignet hat. Augenzeugen berichteten davon, dass im Würfelhaus Konrad-Wachsmann-Straße 14 plötzlich ein süßlicher Geruch in der Luft lag. Sieben Bauarbeiter und drei Mieter klagten über Übelkeit, Kopfschmerzen und Hautreizungen und kamen vorsorglich ins Krankenhaus.

Am Freitagvormittag, als der Nachbar von den Ereignissen erfährt, haben neun Patienten das Klinikum bereits wieder verlassen. Was da passiert ist, kann sich der Mann auch nicht erklären. Er habe auch keine Information vom Vermieter darüber erhalten.

Dass das Haus weiter bewohnbar ist, war für die Rettungskräfte schon am Donnerstag nach entsprechenden Luftmessungen klar. Ungeklärt war dagegen die im Heizungsraum vermutete Ursache der süßlichen Dämpfe. Aufschluss erhoffen sich die Ermittler jetzt von einer Untersuchung durch Spezialisten des Landeskriminalamtes (LKA) in Eberswalde. Polizeisprecher Peter Salender sprach von einem beschleunigten Verfahren und davon, dass in der nächsten Woche wohl mit Ergebnissen zu rechnen sei. Die LKA-Experten untersuchen die Kleidung der verletzten Arbeiter. Nachdem sie damit in Kontakt gekommen waren, hatten auch Krankenhausmitarbeiter über medizinische Probleme geklagt.

Über die Ursache ließen sich derzeit nur Mutmaßungen anstellen, sagte Polizeisprecher Detlef Lüben. "Und an Spekulationen beteilige ich mich nicht." Auch aus dem Amt für Arbeitssicherheit, wegen der verletzen Arbeiter in die Untersuchungen eingeschaltet, war am Freitag nichts Näheres zu erfahren. Unter der Hand hieß es, dass möglicherweise eine Gasblase aufgetreten sei.

Von gerade laufenden Arbeiten an Sanitärleitungen berichtete dagegen Hauseigentümer Wolfgang Mölleken. Der Berliner Rechtsanwalt hat das ursprünglich für den Abriss vorgesehene Haus mit 28 Wohnungen von der Wowi gekauft und lässt es derzeit modernisieren. Er wisse nicht, ob die Verletzungen der zehn Frauen und Männer mit den Arbeiten zu tun hätten, hoffe aber auf baldige Aufklärung. Mölleken will in dem Haus am Aboretum altersgerechten Wohnraum schaffen. Unter anderem soll ein Fahrstuhl montiert werden.

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