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René Matschkowiak 27.01.2013 18:47 Uhr
Red. Frankfurt (Oder), frankfurt-red@moz.de

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Neue Schullaufbahn am OSZ

Frankfurt (MOZ) An mehreren Grundschulen, weiterführenden Schulen sowie der Musikschule fanden am Sonnabend Tage der offenen Tür statt. Hunderte künftige Schüler und ihre Eltern konnten sich einen Einblick in das Profil der jeweiligen Schulen verschaffen.

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Leckere Kostproben: Die angehenden Restaurantfachleute Manuel Zahn (l.) und Marcel Lischewski vom OSZ flamibieren Kirschen.   2 Bilder

Leckere Kostproben: Die angehenden Restaurantfachleute Manuel Zahn (l.) und Marcel Lischewski vom OSZ flamibieren Kirschen.

© René Matschkowiak

Der Januar ist in Frankfurt traditionell der Monat, in dem künftige Schüler und ihre Eltern in fast allen Bildungseinrichtungen der Stadt mal hinter die Kulissen schauen können. Auch Frankfurts größte Ausbildungsstätte öffnete am Sonnabend die Türen. Schon um 8.30 Uhr standen die ersten Gäste vor der Tür des Konrad-Wachsmann-Oberstufenzentrums (OSZ), berichtet die stellvertretende Schulleiterin Ute Tupy. Ein Vater aus Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) wollte sich mit seinem Sohn alles ganz in Ruhe anschauen. Ein paar Häppchen wurden gleich am Eingang gereicht, als Stärkung für den Marathon durch Kabinette, Gespräche und Vorträge. "Über 2200 Schüler bereiten sich bei uns auf ihre berufliche Laufbahn vor. Etwa 115 Lehrkräfte stehen uns zur Verfügung", informiert Tupy.

Beeindruckende Zahlen, wie auch Jens-Marcel Ullrich findet. "Es ist aber auch zukünftig wichtig, die technische Ausbildung am Bildungsstandort Frankfurt zu stärken und sie noch bekannter zu machen, als sie schon ist", meint der Schul-Dezernent auf seinem Rundgang, Außerdem sei man mit den hohen Standards der Ausbildung bestens für die zu erwartenden Ansiedlungen im Wirtschaftsbereich gerüstet. Damit das OSZ auch für Schüler eine wichtige Alternative zum Gymnasium bleibe, werde es neben dem dreijährigen Abitur, das weiterhin großen Anklang finde, künftig noch einen weiteren Schulabschluss anbieten. Die Fachoberschule in den Richtungen Technik, Wirtschaft und Verwaltung hätten bisher nur junge Menschen absolvieren können, die schon eine Berufsausbildung hinter sich haben.

"Künftig können sich bei uns auch Schüler mit Realschulabschluss auf ein Studium an den Fachhochschulen vorbereiten. Wer einen höheren Schulabschluss als den der 10. Klasse anstrebt, aber trotzdem kein Abitur machen will, ist dann bei uns genau richtig", wirbt Ute Tupy für die neue weiterführende Schullaufbahn. "Die Schüler haben keine Leistungskurse und bleiben in ihrem Klassenverband, was für viele sicher ein Vorteil ist", erklärt sie.

Spricht man mit den Ausbildern von Betrieben, die am Sonnabend im OSZ Nachwuchs akquirieren wollten, sind für künftige Azubis "paradiesische" Zustände ausgebrochen, für die Betriebe eher nicht. Der Zeitpunkt, wo es schwer wird, junge Leute zu finden, ist jetzt, stellt Ausbilder Jens Thonicke von Arcelor Mittal in Eisenhüttenstadt fest. "Mitte der neunziger Jahre haben Schulabgänger so mal 40 Bewerbungen geschrieben und keine Stelle gefunden. Heute schreibt er, wenn er Glück hat, noch eine, aber die Betriebe finden keinen Nachwuchs mehr".

Jörn Peters vom Landhaus Alte Eichen in Bad Saarow (Oder-Spree) teilt diese Einschätzung: "Hotelfachkräfte würden wir gern ausbilden, finden aber schon seit Jahren keine geeigneten Bewerber". Allerdings gibt es auch Hoffnung. "In diesem Jahr haben wir drei Koch-Azubis", erklärt der Geschäftsführer. Auch die Qualität der Lehrausbildung und die Zusammenarbeit mit dem OSZ findet Peters bestens.

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