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René Matschkowiak 27.01.2013 21:10 Uhr
Red. Frankfurt (Oder), frankfurt-red@moz.de

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Lila mit Grün liegt im Trend

Frankfurt (MOZ) Etwa 850 Besucher informierten sich am Sonntag bei der 3. Hochzeitsmesse über Trends und Angebote. Mit 40 Ausstellern aus Brandenburg und Westpolen waren fast alle Anbieter aus der Region zum Thema im Kleist Forum versammelt.

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Nummer eins auf dem Laufsteg: Dieses grau-schwarz-weiße Brautkleid aus Slubice begeisterte die Besucher.

© RenÈ Matschkowiak

Der Prinzessinnen Traum lebt. Diesen Eindruck konnte man zumindest von der Hochzeitsmesse im Kleist Forum mitnehmen. Bei jeder der vier Modenschauen waren die Zuschauerreihen dicht geschlossen. Betrachtete man die zahlreich in die Luft gereckten Handys konnte man entweder auf schlechten Netzempfang tippen oder auf viele, die sich ein paar Anregungen mitnehmen wollten.

Brautkleider lagen besonders hoch in der Zuschauergunst. Zwei Herren, klassisch dunkel gewandet, teilten sich bei der Modenschau der Brautboutique Jacqueline aus Eisenhüttenstadt jeder etwa vier Damen. Dies wiederum war nicht als Anregung zu verstehen, sondern stellt wohl einfach das Verhältnis von weiblichen und männlichen Models dar. Messen sind nun mal nicht dazu da das wahre Leben nachzuspielen, sondern sollen ein Bindeglied zwischen Angebot und Nachfrage sein. Das zumindest hat die Hochzeitsmesse besser als in den Vorjahren geschafft, sagt Aussteller Uwe Richling. Schon kurz nach dem Mittag meinte der DJ, dass zumindest nach seinem Bauchgefühl mehr Gäste im Kleist Forum unterwegs waren als 2012.

Wie kriegt man nun nach einem dicht gedrängten Hochzeitstag so eine Hochzeitsgesellschaft, abends noch zum Tanzen? Der Soundtrack der Jugend zieht immer, meint Uwe Richling. Egal, in welchem Jahrzehnt die Jugend des Brautpaares lag. Auch zwischen Nord und Ost sind die Hochzeitsbräuche nicht so unterschiedlich, meint Celina Volquardsen. Die gebürtige Sylterin hat es der Liebe wegen in die Oderstadt verschlagen. Jetzt arbeitet sie in dem bei Hochzeitspaaren sehr beliebten Schloss Wulkow bei Neuhardenberg. "Die Hochzeiten an sich sind sich ähnlich. Allerdings kommt es auf Sylt immer darauf an, ob ein gebürtiger Insulaner heiratet oder einer von außerhalb. Letztere mieten sich gern in teure Lokale, wie etwa der Sansibar ein, während die Sylter lieber im Garten feiern", erzählt sie. Heiraten an sich ist für die junge Frau auch ein Thema, allerdings jetzt noch nicht, meint sie.

Erfreulich für zukünftige Brautpaare ist, dass sich auch die Standesämter von Frankfurt und Lebus unter die Aussteller gesellten. Der Andrang war recht groß, fanden Janny Patron und Renate Hänsel. Am meisten werde nach den Unterlagen gefragt, die man mitbringen müsse. Auch Christina Lindow, Standesbeamtin aus Lebus, freut sich über reges Interesse. "Hier sind viele zukünftige Hochzeitspaare aus dem Umland", sagt sie. Aber auch für Frankfurter sei Lebus eine Alternative für das Heiraten geworden.

Julia Büring ist eine aus der Zielgruppe der Messe. Sie heiratet im Mai und will sich noch einige Angebote anschauen, mit dem Verlobten im Schlepptau. "Wir finden das es ein paar Aussteller zu wenig sind. Wir haben unter anderem nach einer Hochzeitstorte geschaut. Allerdings war nur die Bäckerei Baumgärtel vertreten", meint sie.

Bei der Wahl von Orten für die Feier jedoch war die Auswahl größer. Neben den Schlössern Wulkow und Steinhöfel, dem Theater am See in Bad Saarow und dem Eurocamp in Frankfurt war auch das Haus Katharinensee aus Müllrose vertreten. Inhaberin Andrea Zimmer stelllte fest, das die Ansprüche an Hochzeiten immer niveauvoller werden. Das würde man an den Wünschen der Gäste merken. Daher informiere sie sich auch über neueste Trends. Für dieses Jahr hat sie Pink und Lila mit Grün als angesagte Farben für die Dekoration ausgemacht. Auch Fotograf Thomas Ritter hat die neuesten Trends immer vor der Linse. Ganztagsbegleitungen sind für ihn nichts Außergewöhnliches mehr.

Messe-Chefin Izabela Wrona zeigte sich am Nachmittag zufrieden. 850 Besucher kamen ins Kleist Forum.

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