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30.01.2013 07:23 Uhr

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Leerstand bleibt größtes Problem

Frankfurt (MOZ/dis) Als mit Abstand größtes Problem der Frankfurter Magistrale werden der hohe Leerstand sowie die eingeschränkte Qualität und Vielfalt der Geschäfte gesehen. Dies ergab eine von der Stadt initiierte Umfrage über die zukünftige Gestaltung der Karl-Marx-Straße, an der sich 135 Bürger beteiligten.

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Blick auf die Magistrale: Die Stadt hat vor, die Attraktivität der Karl-Marx-Straße deutlich zu verbessern  

Blick auf die Magistrale: Die Stadt hat vor, die Attraktivität der Karl-Marx-Straße deutlich zu verbessern

© FOTO Michael Benk

Zur nachhaltigen Aufwertung der Magistrale hatte Markus Derling, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Umweltschutz und Kultur, einen Dialogprozess eingeleitet, in dem durch die Beteiligung möglichst vieler Akteure der Stadt ein breiter Konsens über die zukünftige Funktion und Gestaltung der Karl-Marx-Straße erreicht werden soll. Ein wichtiger Teil dieses Prozesses ist eine Bürgerumfrage zur Magistrale, die von Mitte Dezember 2012 bis Mitte Januar 2013 lief.

Etwa 40 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen die größten Mängel der Karl-Marx-Straße im zu hohen Leerstand und in der eingeschränkten Qualität und Vielfalt der Geschäfte. Mangelnde Sauberkeit und Pflege sowie ein schlechter Zustand der Grün- und Freiflächen hingegen ist für nur 15 Prozent der Teilnehmer ein Thema. Weiterhin werden fehlende Überquerungsmöglichkeiten, das hohe Verkehrsaufkommen sowie fehlende Radwege bemängelt.

Die Bandbreite der eingereichten Vorschläge ist sehr vielschichtig. Ein Drittel sieht die Aufwertung der Grün- und Verweilbereiche als wichtigstes Vorhaben an. Lediglich 28 Prozent der Teilnehmer schätzen die Verbesserung der Qualität und Angebotsbreite der Geschäfte als prioritär an. Ein Viertel vermutet die Ursache der Leerstände in zu hohen Ladenmieten, die ihrer Meinung nach gesenkt werden müssten. Knapp 20 Prozent sprechen sich dafür aus, die Lindenbäume unbedingt zu erhalten.

Als weitere Vorschläge werden eine Verkehrsberuhigung sowie das Anlegen von Radwegen und Überquerungsmöglichkeiten genannt (je zehn Prozent). Den Außenraum - auch mit Veranstaltungen - noch mehr zu nutzen, mehr Parkplätze zu bauen, die Fahrbahn zu verengen und die Öffnungszeiten zu vereinheitlichen, sind weitere Anregungen.

"In dieser Umfrage hatten alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt die Möglichkeit, ihre Meinungen, Hinweise und Anregungen zu formulieren", informiert Christian Hirsch, Pressesprecher der Stadt. Dazu waren drei Fragen zu beantworten, wobei auch Mehrfachnennungen pro Frage erlaubt waren: Was gefällt Ihnen besonders in oder an der Magistrale? Was sind die größten Probleme und Defizite der Magistrale? Welche Vorschläge haben Sie zu ihrer Aufwertung?

Insgesamt zeigen die ausgefüllten Fragebögen laut Derling, dass die Magistrale in der Frankfurter Bevölkerung durchaus noch positiv wahrgenommen werde. Insbesondere den Allee-Charakter und das viele Grün in der Straße bezeichnen über die Hälfte aller Teilnehmer als positiv.

Von knapp 20 Prozent werden die Einkaufsmöglichkeiten und dabei vor allem die von Inhabern geführten Geschäfte als positiv angemerkt. Die Weite und Großzügigkeit des Straßenraums und die breiten Wege- und Flanierbereiche werden lediglich von knapp 20 Prozent positiv gesehen.

Die Ergebnisse hätten ihn nicht überrascht, sagte Markus Derling. Zu betonen sei, dass es keine repräsentative Umfrage war. Dies sei in der Kürze der Zeit auch schlicht nicht zu leisten gewesen.

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