Anmelden
Anmelden
Beta_Bild

Donnerstag, 3. September 2015
ABO-ButtonABO-ButtonKONTAKT-Button


zum Herbstabo
Sie haben 8 von 10 Gratis-Artikeln gelesen.
x
Registrieren Sie sich jetzt und lesen Sie im Monat bis zu 20 Artikel kostenlos.
Jetzt kostenlos registrieren
Bereits registriert? Bitte anmelden

Annette Herold 30.01.2013 17:50 Uhr
Red. Frankfurt (Oder), frankfurt-red@moz.de

heimat/lokalredaktionen/frankfurt-oder/artikel9/dg/0/

Stillstand bei Bus und Straßenbahn

Frankfurt (MOZ) Auf Bus und Bahn mussten Frankfurter und Pendler Mittwochmorgen in der Oderstadt verzichten. Zur Durchsetzung höherer Löhne bei den Verkehrsbetrieben im Land hatte die Gewerkschaft Ver.di zum Warnstreik aufgerufen.

heimat/lokalredaktionen/frankfurt-oder/artikel9/dg/0/1/1096512/
 

Entschlossen: Mit einem Warnstreik in der Frühschicht haben SVF-Mitarbeiter Mittwochmorgen am Betriebstor auf ihre Lohnforderungen aufmerksam gemacht.

© Michael Benk

Wer Mittwochfrüh zur Arbeit oder zur Schule wollte, gelangte jedenfalls nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln dort hin. Mit Beginn der Frühschicht standen bei der Stadtverkehrsgesellschaft SVF alle Räder still; Bis 8.45 Uhr fielen mehr als 40 Busse und Straßenbahnen aus. Gefahren sind lediglich die Busse, für die die SVF Dienste der Firma Homann nutzt. Unter anderem drehte deshalb auch ein von den Cottbuser Verkehrsbetrieben geliehener Bus seine Runden.

Wer konnte, wich aufs Auto aus. Taxis schienen gefragter als sonst, sobald am Bahnhof ein Zug eintraf, fuhren die Wagen mit Passagieren davon. Andere gingen im Berufsverkehr zu Fuß. Schüler seien ihrem Eindruck nach von dem Streik nicht so betroffen gewesen, berichtete Kerstin Müller, stellvertretende Leiterin der Grundschule Am Botanischen Garten. Verspätet habe sich eine Lehrerin, die zu Fuß vom Bahnhof zur Schule kam. Von Verspätungen in den Größenordnungen war auch an anderen Schulen nichts zu hören. Schüler und Lehrer hätten sich anders beholfen, um zur Schule zu kommen, war etwa an der Friedensgrundschule zu erfahren.

Hintergrund des Warnstreiks sind Lohnforderungen der Beschäftigten von Brandenburgs öffentlichen Nahverkehrsunternehmen. Die Gewerkschaft Ver.di spricht von Erhöhungen um sechs Prozent und einer Arbeitszeitverkürzung. Für den Ver.di-Verhandlungsführer Jens Gröger eine legitime Forderung. Im Vergleich zu ihren Kollegen im öffentlichen Dienst hätten Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe auf beträchtliche Summen verzichtet, rechnet er am Tor der Stadtverkehrsgesellschaft vor. Dort haben sich Mittwochmorgen nicht nur die zur Frühschicht eingeteilten SVF-Mitarbeiter versammelt. "Hier sind auch Kollegen dabei, die eigentlich frei haben", sagt Carsten Thiele, Bus- und Straßenbahnfahrer und im Ehrenamt Gewerkschaftssprecher. Froh ist er, dass sich die gesamte Frühschicht beteiligt hat und Bus und Bahn im Depot geblieben sind. Es gehe nicht darum, die Fahrgäste zu verärgern, sondern darum, den Arbeitnehmerforderungen Nachdruck zu verleihen.

Dafür habe er durchaus Verständnis, sagt SVF-Geschäftsführer Michael Ebermann am Nachmittag. "Ein Warnstreik ist in einem Rechtsstaat ein legitimes Mittel zur Durchsetzung von Arbeitnehmerinteressen." Den Zeitpunkt des Arbeitskampfes hält er allerdings für unpassend. "Das hätte auch zu weniger verkehrsstarken Zeiten passieren können", moniert Ebermann und fügt an, dass er sich auch eine zeitigere Information gewünscht hätte. "Dann hätten wir auch unsere Fahrgäste genauer in Kenntnis setzen können", sagt er. Die SVF hatte seit Dienstagnachmittag auf ihren elektronischen Anzeigetafeln an den Haltestellen darauf aufmerksam gemacht, dass am nächsten Morgen ein Warnstreik drohe.

Artikel empfehlen

Artikel kommentieren

Seite empfehlen

Nachricht an die Redaktion

Druckversion

Lesen Sie auch...

Weitere Nachrichten aus Frankfurt (Oder)

02.09.2015 22:01

Gehwegbau hat begonnen

Grünheide (MOZ) Am Dienstag war Bauanlaufberatung, am Mittwochmittag der erste Abschnitt des Gehwegs in der Grünheider Hubertusstraße bereits von den alten Betonplatten befreit. Bis Ende Oktober will die Spreeauer Firma MSB den 420 Meter langen und 2,50Meter breiten... mehr

02.09.2015 18:40

Der Landeschef als Clubgänger

Der Landeschef als Clubgänger

Frankfurt (Oder) (MOZ) Nicht nur Günther Fischer und seine Band sorgten am Dienstagabend beim MOZ-Talk für musikalische Momente. Auch Ministerpräsident Dietmar Woidke sowie... mehr

02.09.2015 18:28

Vorstand erhält Vertrauen

Frankfurt (Oder) (MOZ) Der Vorstand des 1. FC Frankfurt ist wiedergewählt worden. Bei der Mitgliederversammlung am Dienstagabend wurde unter anderem Präsident Markus Derling... mehr

02.09.2015 18:19

Land will Hotel für Flüchtlinge komplett mieten

Frankfurt (Oder) (MOZ) Das Land verhandelt mit dem Eigentümer des Ramada-Hotels an der A12 über eine komplette Anmietung des Gebäudes für Flüchtlinge. Seit Freitag sind dort... mehr