Briesen (MOZ) "Alles erfolgreich verlaufen", erklärte Torsten Reichard vom Odervorländer Ordnungsamt am Freitagmittag der MOZ. Gemeint war die Bomben-Aktion im Wald zwischen Autobahn und Kersdorfer Schleuse - das ursprünglich geplante Entschärfen fiel aus, der alte Munitionsfund musste gesprengt werden.
Freigelegt: Diese zwei Zentner schwere Bombe wurde im Wald bei Briesen am Freitag kontrolliert gesprengt.
Am Donnerstag war die Zwei-Zentner-Bombe im Landeswald, in Höhe des Hirschdenkmals, entdeckt worden. Der Munitionsbergungsdienst begann am Freitagvormittag den Findling zu entschärfen. "Der Zünder ließ sich aber nicht rausschrauben", erläuterte Reichard. Deshalb wurde die Sprengung der Bombe angesetzt, die zwei Minuten vor 12 Uhr erfolgte - erfolgreich. "Wir konnten um 12.15 Uhr den Sperrkreis von einem Kilometer wieder aufheben und waren somit noch fast im Zeitplan", berichtete Reichard. Alles sei unfallfrei, auch ohne Schäden an den Bäumen, verlaufen. Die Reste der Bombe werden durch die Bergungsgruppe entsorgt.
Um die Arbeiten nicht zu stören, waren seit 9.30 Uhr hinter der Autobahnbrücke in Richtung Kersdorfer Schleuse alle Waldwege gesperrt worden. Verteilt auf neun Posten überwachten das drei Gemeindearbeiter, Revierpolizist Klaus-Dieter Graß, etliche Mitarbeiter der Forst und von der Odervorländer Verwaltung. "Auch sechs Mitglieder der Briesener und drei der Jacobsdorfer Freiwilligen Feuerwehr haben uns unterstützt", lobte Reichard, der nach dem ersten Fund nicht ausschließt, dass dort noch mehr Weltkriegs-Bomben entdeckt werden.
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